Wenn es nach den britischen Marktbeobachtern von Enders Analysis geht, steht eine Fusion zwischen der Warner Music Group und der EMI Group unmittelbar bevor: „Die Frage ist nicht ob, sondern nur noch wann“, meinen die Analysten in einem Report. Nebeneffekt eines Zusammenschlusses beider Unternehmen wären Einsparungen in einer Größenordnung von 300 Mio. Dollar.
Auch mit möglichen Einwänden der Kartellbehörden rechnen die Enders-Analysten zumindest dann nicht, wenn sich eines der beiden Unternehmen zur Übernahme des anderen entschließen würde. Dieses Vorgehen würde zudem „die komplexen Probleme wie den Ort des Firmensitzes und Personalfragen ausklammern, die ein Merger mit sich bringt“, heißt es. Die Marktbeobachter von Enders halten deshalb ein Angebot von EMI für Warner und einen damit einhergehenden Ausstieg des von Edgar Bronfman jr. aufgestellten Investorenkonsortiums für die wahrscheinlichste Variante.
Zumindest der Warner-Aktienkurs profitierte von den erneuten Spekulationen und legte am 13. März an der NYSE von 20,12 Dollar um gut 6,5 Prozent auf 21,44 Dollar zu. In den vergangenen Wochen hatte sich der Kurs beständig über 20 Dollar gehalten.
Die EMI-Aktie kam hingegen an der LSE nicht recht voran: Nach Zuwächsen von jeweils mehr als zwei Prozent am 9. und am 10. März reichte es am 13. März nur für ein leichtes Plus von 0,3 Prozent. Zu Handelsbeginn am 14. März gab das Papier dann zunächst gut ein Prozent ab und rangierte am späten Vormittag bei 249,5 Pence.


