Nach langem Hickhack steht nun fest: Die Warner Music Group (WMG) und Roger Ames gehen getrennte Wege. Der einstige Chairman & CEO des Unternehmens ist ab sofort als Berater für den Medienkonzern Time Warner tätig. Ames führte die WMG seit 1999, als Time Warner den Trinidader anheuerte, um die Musikdivision auf Vordermann zu bringen. Ames versuchte in dieser Zeit zweimal, den Major mit einem Mitbewerber zu verschmelzen – einmal mit EMI, das zweite Mal mit BMG. Beide Versuche scheiterten, die geplante Hochzeit mit BMG wurde kurzerhand abgesagt, als Konzernmutter Time Warner sich im Jahr 2003 entschloss, WMG an ein privates Investorenkonsortium zu verkaufen. Seither führt Edgar Bronfman jr. das Regiment bei Warner. Spätestens seit der Berufung Lyor Cohens zum US-Chef war für Ames jedoch kein adäquater Posten mehr verfügbar. Bronfman sparte in einem internen Memo nicht mit Lob für den scheidenden Manager: Er habe Warner zu dem gemacht, was es heute ist. Seine geschickte Führung und seine vernünftigen Richtungsentscheidungen hätten WMG geholfen, durch schwierige Zeiten zu kommen. Besonders die Initialzündung für den digitalen Musikvertrieb gehe auf sein Konto: Ames gilt als ein Wegbereiter für den Erfolg von Apples iTunes Music Store. Die nicht-exklusive Beratertätigkeit, die er nun für seinen alten Arbeitgeber, Time Warner, aufnimmt, beruhigt indes nicht die Branchenspekulationen. Beobachter rechnen immer noch mit einem Engagement bei Sony BMG. Mehr zum Thema
Ames verlässt Warner Music
Nach langem Hickhack steht nun fest: Warner Music und Roger Ames gehen getrennte Wege. Ames is künftig als Berater für Time Warner tätig. Beobachter rechnen jedoch weiterhin mit einem Engagement bei Sony BMG.



