Amerikanische Marktforscher warnen vor einer übertriebenen Euphorie in Bezug auf Musikhandys. Am Vorabend der mutmaßlichen Premiere des iTunes-Telefons von Motorola wies das Institut In-Stat darauf hin, dass nur einer Minderheit der Nutzer der Sinn nach Multifunktionsgeräten stehe. „Die Menschen stürzen sich nicht gerade in Scharen auf die neuen Handys mit Zusatzfeatures“, erklärte In-Stat-Analyst David Chamberlain gegenüber der Zeitung „USA Today“. „Die meisten wollen einfach nur telefonieren.“
Eine Umfrage unter knapp 700 technikbegeisterten US-Konsumenten brachte im April zu Tage, dass gerade mal zwölf Prozent an VoD auf dem Handy interessiert wären. Für einen UKW-Empfänger oder einen Music Player würden sich sogar nur 8,6 bzw. 8,5 Prozent begeistern.
Gegen einen Run auf Multimediahandys spricht nach Ansicht von Experten auch die Nutzungsphilosophie vieler Handybesitzer: Die meisten gönnten ihren Telefonen einen Produktzyklus von etwa zwei Jahren, danach sei meist ein neues Gerät fällig. Hochpreisige High-End-Handys seien im Massenmarkt weniger gefragt. Dies könnte auch ein Stolperstein für das iTunes-Handy werden, meint „USA Today“.


