Die „Idol Mania“ in den USA ebbt nicht ab und spült den beteiligten Unternehmen dabei stete Millionenumsätze in die Kassen. Mit Werbeerlösen, CD-Verkäufen, Merchandising und Konzerttickets sollen so im Jahr 2004 nach einer Schätzung der Tageszeitung „USA Today“ 900 Mio. Dollar zusammengekommen sein. Die vierte Staffel des Talentwettbewerbs erreicht beim TV-Sender Fox Zuschauerzahlen von fast 29 Mio. Der Sender verlangt für 30 Werbesekunden bei „American Idol“ rund 600.000 Dollar. In der laufenden Staffel, die insgesamt 37 Sendestunden haben wird, sollen so mindestens 440 Mio. Dollar an Werbeeinnahmen fließen. Auch bei den CDs der Finalisten rollt der Rubel: Im letzten Jahr beliefen sich die Umsätze auf knapp 100 Mio. Dollar. Die Eintrittskarten zu den Konzerten der Pop-Idole brachten 28 Mio. Dollar ein und mit den Lizenzprodukten wie Magazinen, Süßigkeiten oder Spielwaren wurden 215 Mio. Dollar eingenommen.
Doch der Idol-Boom soll kein Strohfeuer sein. Die vierte Staffel verzeichnet um acht Prozent bessere Quoten als die dritte und die Erfinder des Formats, Simon Fullers 9 Entertainment und die Bertelsmann-Produktionstochter FreemantleMedia, planen bereits für die achte Folge der Show in den USA. Tom Gutteridge, bis vor kurzem noch Nordamerikachef von Freemantle, bezeichnet Pop Idol bereits als „Teil der amerikanischen Kultur, genauso wie McDonald’s oder Starbucks“ und sieht keinen Grund, warum das Format nicht noch ewig weiter laufen sollte.


