Alanis Morissette hat der Musikindustrie vorgeworfen, für die derzeitige Krise der Branche selbst verantwortlich zu sein. In einer Rede vor der Plug.In-Konferenz in New York sagte die Sängerin, künstlerische Impulse würden von den Majorfirmen zugunsten von Profitmaximierung zunehmend ignoriert. „Wer mit seiner ersten Veröffentlichung die Umsatzerwartungen nicht erfüllt, muss schon sehr viel Glück haben, um eine weitere Chance zu erhalten. Viele der populären Künstler der vergangenen Jahrzehnte wären im heutigen Klima von den Plattenfirmen längst als unrentabel fallen gelassen worden“, erklärte Morissette. Dabei sei das neue Medium Internet durch die Aufkaufspolitik der Konzerne von einer einst großen Chance für weniger bekannte Musiker zu einem „Flaschenhals für Kreativität“ zurecht gestutzt worden. Unter anderem hatten Bertelsmann mit Napster sowie Vivendi Universal mit MP3.com und Emusic Online-Firmen übernommen.
Alanis Morissette kritisiert Musikindustrie
In einer Rede vor der Plug.In-Konferenz weist Alanis Morissette die Verantwortung für die derzeitige Krise der Musikbranche den Majorfirmen aufgrund deren Künstlerfeindlichkeit zu.



