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Aktuelle P2P-Bilanz trübt Freude über Downloaderfolge

Der Dezember mag die höchsten Downloadverkaufszahlen seit Einführung des legalen digitalen Vertriebskonzepts gebracht haben, doch das muss nicht unbedingt heißen, dass die Musikbranche den Kampf um Musik im Internet langsam zu ihren Gunsten entscheidet. Auch die P2P-Nutzung erreichte im Dezember neue Rekordhöhen.

Der Dezember mag die höchsten Downloadverkaufszahlen seit Einführung des legalen digitalen Vertriebskonzepts gebracht haben, doch das muss nicht unbedingt heißen, dass die Musikbranche den Kampf um Musik im Internet langsam zu ihren Gunsten entscheidet. Auch die P2P-Nutzung erreichte im Dezember neue Rekordhöhen. Mit weltweit durchschnittlich 9.554.298 Usern, die zu jedem beliebigen Zeitpunkt in den diversen Filesharingnetzwerken aktiv waren, verzeichnete BigChampagne den zweithöchsten Wert seit Beginn der Messungen des P2P-Verkehrs. Der Dezemberwert lag dabei um rund ein Prozent über der Nutzung im November und nur 0,7 Prozent niedriger als beim bisherigen weltweiten Höchstwert von 9,62 Mio. Usern im August 2005.

In den USA stieg die P2P-Nutzung auf einen neuen Rekord von 6.978.715 Usern – 1,8 Prozent mehr als im November und 1,5 Prozent mehr als im bisherigen Rekordmonat (Juli 2005). Für die P2P-Nutzung außerhalb der USA bedeutet dies einen leichten Rückgang auf sehr hohem Niveau. Die durchschnittliche Nutzerzahl betrug im Dezember 2.575.583, das waren 1,2 Prozent weniger als im November und 6,3 Prozent weniger als im Juli 2005.

Selbst wenn sich die führenden Digitalmärkte in den USA und Großbritannien über Verkaufszahlen von knapp 20 Mio. bzw. über eine Mio. Downloads in der letzten Woche des Jahres 2005 freuen konnten, stehen diese Ergebnisse weiterhin im Schatten des P2P-Tauschs. BigChampagne-Chef Eric Garland schätzt die Zahl der wöchentlich per Filesharing übermittelten Musikfiles auf 250 Mio.

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