Der britische Indie-Verband AIM konnte sich auch im Rahmen seiner Jahreshauptversammlung nicht auf eine Erneuerung der Zusammenarbeit mit dem Branchenverband BPI einigen. AIM-CEO Alison Wenham befürchtet deshalb, dass es zu keinem neuen Vertragsabschluss zwischen den beiden Vertretungen kommt. Derzeit fokussiert sich der Streit zwischen den beiden Verbänden auf eine frühere Regelung, nach der AIM-Mitglieder im Zuge der Kooperation mit der BPI automatisch auch zu Mitgliedern des internationalen IFPI-Dachverbands werden. Viele unabhängige Plattenfirmenvertreter würden statt dessen lieber dem Dachverband der Indies beitreten, der Impala. Die Verhandlungen zwischen Wenham und BPI-Chef Peter Jamieson ziehen sich nun schon über mehr als sechs Monate hin, und scheinen derzeit in einer Sackgasse zu stecken. Zu einem Ergebnis führten dagegen die Neuwahlen zum AIM-Vorstand: Dem Gremium gehören nun Richard Russel (XL), David Steele (V2), Henry Semmence (Absolute), Chriss Cass (Vitaminic) und Jeremy Lascelles (Echo) an. Aus Protest gegen die Verteilung der Mitgliedsbeiträge zwischen AIM und BPI hatten zuvor unter anderem Martin Mills (Beggars Banquet) und Guy Holmes (Gut Records) ihren Rücktritt aus dem Gremium und ihre Kündigung bei der BPI eingereicht.
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