Die britischen Independent-Plattenfirmen hoffen auf mehr Geschäft in China durch einen Deal, der vorerst keine Umsätze bringt. Ein Streaming-Abkommen mit dem Webportal Sina soll bis zu 180 Mio. Chinesen Musik der Labels schmackhaft machen, die im Indieverband AIM organisiert sind. Die Kooperation umfasst Audio- und Video-Streams und soll am 13. April vertraglich fixiert werden. Eine Vergütung für die Online-Nutzung ist nicht vorgesehen, dafür fehlen im Reich der Mitte noch die rechtlichen Strukturen.
Für die AIM steht allerdings der werbliche Effekt im Vordergrund: „Die Möglichkeit, britische Musik bis zu 180 Mio. Menschen präsentieren zu können, ist fantastisch“, erklärte AIM-Chefin Alison Wenham. Sina gilt als das größte Webportal und wichtiger Internet Service Provider Chinas und machte im Jahr 2005 fast 200 Mio. US-Dollar Umsatz. Aktuell verzeichnet Sina nach eigenen Angaben mehr als 450 Mio. Seitenaufrufe pro Tag.


