Noch vor knapp zehn Jahren sangen sie „I Don’t Want To Miss A Thing“ – jetzt allerdings scheint es nichts mehr zu geben, was sie nicht schon erlebt hätten, zumindest im Berufs- und Tourleben. Im privaten Bereich hingegen gibt es für Aerosmith noch so einiges nachzuholen. Deswegen, aber auch, weil sie zunehmend ihr Alter zu spüren bekommen, denkt die Rockformation öffentlich darüber nach, das anstrengende Leben „on the road“ an den Nagel zu hängen.
Ein britischer Onlinedienst zitiert Gitarrist Joe Perry mit folgenden Worten: „Wir sind dem Ende definitiv näher als dem Anfang. Und die Zahl unserer verbleibenden Auftritte ist begrenzt. Wenn man jung oder im mittleren Alter ist, glaubt man, ewig zu leben und man denkt nicht weiter drüber nach. Aber wenn man dem Ende näher kommt, ändert sich diese Sichtweise.“
Livin‘ On The Edge
Klingt ganz schön depressiv, ist aber scheinbar nur eine Form der Altersweisheit. Denn Perry weiter: „Im Grunde genommen ist es doch ziemlich seltsam, in diesem Alter noch eine Rockband zu haben. Und dann auch noch eine mit dieser enormen Menge an Energie. Man kann rausgehen und das Ganze hinter sich bringen. Wir aber versuchen immer, an unsere Grenzen zu gehen.“
Und was heißt das jetzt? Aerosmith wollen kürzer treten. Wie genau sie das angehen werden? Abwarten.


