Musik

Ärger für George Michael

Der britische Superstar und passionierte Gesetzesübertreter ist mal wieder in ein Fettnäpfchen getreten. Diesmal allerdings freiwillig.

Im Londoner Wembley Stadion aufzutreten, gehörte schon immer mit zu den größten Weihen, die einem Musikstar zuteil werden können. Das Eröffnungskonzert im neu errichteten Stadion geben zu dürfen, ist aber so ziemlich das Höchste, was einem Musiker widerfahren kann. Dementsprechend aufgekratzt reagierte George Michael, als er erfuhr, dass ihm diese Ehre zugedacht wurde. Und dementsprechend viel Freude hatte er auch, als es endlich so weit war.

„Not amused“ zeigten sich hingegen die Stadionbetreiber. Die haben nämlich ein strenges Regelwerk aufgestellt, das jedem auftretenden Künstler untersagt, seine Performance länger zu gestalten, als vorgegeben. Bei Zuwiderhandeln werden dem Gesetzesübertreter pro zusätzlicher Minute 10.000 britische Pfund in Rechnung gestellt. George Michael nun genoss den Enthusiasmus des Publikums so sehr, dass er es mit zwei ungeplanten Zugaben belohnte. Und 13 Minuten überzog.

Vollkommen schnuppe

Ob der singende Outlaw wirklich 130.000 Pfund, also umgerechnet knapp 200.000 Euro zu zahlen hat, wird sich noch herausstellen. Ein Sprecher meinte nur lapidar: „Wembley kann Strafen für Konzerte ansetzen, die zu lange dauern, aber das ist eine Sache zwischen Wembley und den Konzertveranstaltern.“

Michael selbst dürfte die Geldbuße sonst wo vorbei gehen. Zum einen hat er ohnehin Geld wie Heu, zum anderen meinte ein Bekannter: „Er hatte so viel Spaß, dass es ihm egal war.“