Dutzende von Fans haben einen Tag nach der Nachricht vom Tode James Browns an seiner Statue in Augusta Abschied von ihrem Idol genommen. Mit Blumen und Kranzniederlegungen zollten sie dem am 25. Dezember im Alter von 73 Jahren verstorbenen „Godfather of Soul“ ihren Respekt. Das Denkmal des legendären US-Sängers war in eine amerikanische Flagge eingehüllt.
Auch im Kollegenkreis wurde die allgemeine Trauer bekundet. Wie viele andere auch betonte Rolling Stones-Frontmann Mick Jagger den großen Verlust für die Musikwelt. Brown sei ein Wirbelwind an Energie und Präzision gewesen, der sich immer sehr spendabel und hilfsbereit gezeigt habe. Snoop Dogg bezeichnete den einem Herzversagen erlegenen „Mr. Dynamite“ als seine „Soulinspiration“. Er empfinde tiefen Schmerz und vermisse ihn sehr. Auch US-Präsident George W. Bush nahm Stellung zu dem Tod des afro-amerikanischen Musikers. Er nannte ihn ein „amerikanisches Original“ und meinte, dass seine Familie und Freunde in seine Gebete eingeschlossen werden.
Böses Blut
Wenig davon haben wird Tomi Rae Hynie. Die 36-jährige Witwe von James Brown darf auf testamentarischen Erlass des Sängers dessen Anwesen nicht betreten. Seit ihrer Hochzeit vor fünf Jahren verlief die Beziehung des Paares stürmisch. 2004 bekannte sich der Sänger der häuslichen Gewalt für schuldig. Ob auch der gemeinsame, fünf Jahre alte Sohn von Brown per Testament abgelehnt wird, ist bis dato nicht bekannt.
Morgen soll der Leichnam der Soullegende im berühmten Apollo-Theater in Harlem aufgebahrt werden. Somit soll den Fans nochmals die Möglichkeit gegeben werden, persönlich Abschied zu nehmen. Tags drauf soll Brown im Kreise seiner Angehörigen in seiner Heimatstadt Augusta bestattet werden. Am Samstag schließlich ist eine große öffentliche Feier im nach ihm benannten Kongresspalast von Augusta geplant.


