Beim Kongress im Museum of Jewish Heritage teilten sich Überzeugungstäter unterschiedlichster Provenienz die Bühne. Einzeldownloader trafen auf Subskriptionsanhänger, Mobilfans auf stationäre Experten und DRM-Dogmatiker auf Anhänger von ungeschütztem Datenverkehr. Gemeinsam war allen der Wille zur Weiterentwicklung des jungen digitalen Musikgeschäfts. Wie so oft bei diesem Thema ging es wieder um eine Erfolgsanalyse des Apple-Konzepts und die Frage, wie sich die Dominanz der iPod-Macher brechen lässt. Auch wenn das Geschäft mit Musikangeboten fürs Handy in den USA langsam in Schwung kommt, so blicken die Manager doch noch immer neidisch nach Europa und Asien. Vor allem Marktforscher Seamus McAteer von M:Metrics rückte das Bild der Mobil-Euphoriker gerade: Um einen tragfähigen mobilen Vertriebsweg zu etablieren, müsste erst noch eine flächendeckende Infrastruktur errichtet werden; derzeit seien einfach nicht genügend Handys im Markt, die Fulltrack-Downloads ermöglichen, sagte McAteer. In Großbritannien oder Deutschland träfen die Rechteinhaber da schon auf wesentlich bessere Marktumfelder.
6. Digital Music Forum: Schwarzer Peter für Verleger und Utopisten
MusikWoche stattete dem hochkarätigsten Branchentreff am Hudson River einen Besuch ab. Beim Digital Music Forum wurde vor allem eins deutlich: Die Branche hat ein gemeinsames Ziel, ist sich aber noch lange nicht einig über den Weg, der dorthin führen soll.



