Neuestes Opfer des „Candy Shop“-Rappers ist Shootingstar Kanye West – der habe seinen Erfolg nämlich nur ihm, 50 Cent, zu verdanken. Seiner Theorie zufolge hätten die Fans eine neue, weniger konfliktbeladene Gangart im HipHop gesucht: „Sie haben sich auf den erstbesten gestürzt, der daherkam. Und das war Kanye West.“ Zwar schreibe sein neuer Kollege wirklich geistreiche Texte, über großen Erkennungswert verfüge er jedoch nicht, so 50 weiter.
Aber auch vor Altvorderen macht der einstige Drogendealer nicht Halt. Erst kürzlich schoss 50, der von seinen Anhängern auch „Fiddy“ genannt wird, verbal gegen HipHop-Mogul Diddy. Der habe sich nur umbenannt, um seinem Idol ebenbürtig zu sein: „Ich bin Fiddy und jetzt will Puffy Diddy sein – er versucht seinen Namen meinem anzugleichen, versteht ihr?“ Fast schon poetisch schloss 50 seine Ausführungen ab: „Wenn es draußen kalt wird, musst du nah am Feuer stehen, damit du nicht erfrierst.“
Live und in Farbe
Barmherzig wie er nun mal ist, erweist der Gangsta-Rapper aber nicht nur Diddy die Gunst, sich in seinem Dunstkreis zu bewegen. Auch der gemeine Fan bekommt ausreichend Gelegenheit dazu: Weil sich die Tickets von 50 Cent bei den einzigen Bühnenshows in Karlsruhe und Oberhausen wie warme Semmeln verkauften, wurde noch ein Zusatzkonzert in Berlin angekündigt. Dort lässt sich das Œeuvre seiner Wortkunst dann in vollem Umfang bestaunen.


