Musik

120.000 Besucher bei den Dresdner Musikfestspielen

120.000 Musikliebhaber besuchten vom 20. Mai bis 6. Juni die 172 Veranstaltungen der Dresdner Musikfestspiele. Der Erfolg beim Publikum schützt das renommierte Klassikfestival indes nicht vor Sparmaßnahmen der Stadt.

120.000 Musikliebhaber besuchten vom 20. Mai bis 6. Juni die 172 Veranstaltungen der Dresdner Musikfestspiele. Die Beliebtheit beim Publikum schützt das renommierte Klassikfestival indes nicht vor Sparmaßnahmen der Stadt. Bei den Verantwortlichen der sächsischen Metropole kursierten sogar Pläne, das seit 1978 bestehende Festival aus finanziellen Gründen 2006 das letzte Mal auszutragen. Nach heftigen Protesten beschloss die Stadt, die Musikfestspiele doch zu erhalten, aber in abgespeckter Form. So bewilligt Dresden ab 2007 statt 1,5 Mio. Euro nur noch eine Million Euro Zuschuss. Zudem soll die Länge des Festivals auf zehn Tage beschränkt werden. Die diesjährige Veranstaltung stand unter dem Motto „Sagenhaftes“ und widmete sich musikalisch dem Themenkomplex Mythen, Märchen, Legenden und Fabeln. Mehr als 60 Veranstaltungen waren ausverkauft. Allein der Pariser Akkordeonvirtuose Dominique Legrix zog mit fast zwei Dutzend Auftritten rund 15.000 Besucher an. Zu den Publikumsmagneten gehörten auch Stardirigent Kurt Masur und der berühmte amerikanische Pianist Murray Perahia. Die Besucherzahl des Vorjahrs von 150.000 wurde jedoch klar verfehlt. Die Veranstalter machen hierfür die „kulturelle Kahlschlagpolitik“ der Stadt Dresden verantwortlich, die anfangs zu deutlichen Einbrüchen im Kartenvorverkauf geführt habe. Für 2005 lautet das Leitthema „Lust am Fremden“. Ein besonderer Schwerpunkt präsentiert musikalische Errungenschaften der europäischen Kulturmetropole Lissabon. So wird die Fado-Sängerin Mísia am 29. September 2005 ein Sonderkonzert im Rahmen der Festspiele geben.