Die Anlage auf dem Dach der Uber Eats Music Hall in Berlin wurde im Juli in Betrieb genommen. Das Projekt ist auf den Direktverbrauch des erzeugten Stroms ausgelegt und ergänzt die bestehende Energieinfrastruktur am Standort gezielt mit erneuerbarer Energie. Durch die Nutzung des vor Ort erzeugten Solarstroms sollen externe Strombezüge reduziert und CO2-Ausstoß am Standort verringert werden. Insgesamt kann die Anlage bis zu 66 Tonnen CO2- Emissionen im Jahr einsparen.
„Mit der neuen Photovoltaikanlage auf der Uber Eats Music Hall stärken wir die nachhaltige Entwicklung unseres Standorts am Uber Platz“, sagt Ole Hertel, Senior Vice President & Managing Director Anschutz Entertainment Group Operations. „Der erzeugte Solarstrom wird zu 100 Prozent direkt vor Ort genutzt und unterstützt den laufenden Betrieb. Gemeinsam mit unserem Energiepartner GASAG und Mission Zero zeigen wir, wie bestehende Infrastruktur gezielt um erneuerbare Energie ergänzt werden kann.“
Matthias Trunk, GASAG-Vertriebsvorstand, führt aus, dass die neue Photovoltaikanlage auf der Uber Eats Music Hall nahtlos an die langjährige Zusammenarbeit mit AEG anknüpfe und diese durch den Einsatz von Sonnenstrom konsequent weiterentwickle. „Sie steht exemplarisch für unseren Anspruch, standortspezifische und zukunftsfähige Energielösungen mit Partnern zu realisieren. So entstehen Versorgungskonzepte, die wirtschaftlich überzeugen und die Nachhaltigkeitsziele unserer Kunden wirksam unterstützen.“
Christian Schnürle, CEO & Co-Founder Mission Zero, freut sich, dieses „historische Projekt“ an der Seite der Partner einweihen zu dürfen. „200kwp auf dem Dach der Uber Arena stehen Berlin und allen Beteiligten gut zu Gesicht. Wir sind stolz, mit unseren den Herstellern von Goodwe, Solarfabrik und 2 Wattstone dieses Projekt in kurzer Zeit umgesetzt zu haben. Danke an alle Beteiligten und Danke an unser Team hinter den Kulissen. Wir freuen uns schon, wenn wir durch unser Projekt den bisherigen Strom aus dem Netz nun in die in den Bereich der Eigenproduktion überführen. Viele Sportstätten und Gebäude in Deutschland haben noch Potential diesem Weg zu folgen. Wir freuen uns mit diesem Vorzeigeprojekt auch andere auf den Weg von grüner Energie zu führen. Danke für das Vertrauen an die Gasag Berlin und die Anschuetz Entertainment Group.“
Die Photovoltaikanlage ist als Aufdach- und Fassadenlösung mit Ost-West-Ausrichtung konzipiert. Diese Konfiguration führt zu einer breiteren Erzeugungskurve über den Tagesverlauf hinweg und gewährleistet einen höheren Energieertrag in den Morgen- und Abendstunden. Gerade bei Veranstaltungsstätten entspricht dies besser dem tatsächlichen Lastprofil als eine klassische Südausrichtung mit Erzeugungsspitzen zur Mittagszeit. Mit einer installierten Leistung von bis zu 200 Kilowatt und insgesamt 407 Modulen auf einer Fläche von rund 830 Quadratmetern zählt die Anlage zudem zu den größten Photovoltaik-Dachprojekten in Berlin. Der erzeugte Strom wird vollständig vor Ort in der Uber Eats Music Hall genutzt. Die Energie steht damit direkt für den Betrieb der Veranstaltungsstätte zur Verfügung, unter anderem für den Veranstaltungsbetrieb oder die Medienausspielung auf dem Uber Platz.
Die Kombination aus der standortangepassten Ausrichtung der PV-Moule und dem vollständigen Eigenverbrauch der produzierten Energie reduziere nicht nur externe Energiebezüge, sondern ermögliche auch die maximale Wirtschaftlichkeit der Anlage, heißt es aus Berlin. Trotz der Weiternutzung der Uber Eats Music Hall während der Bauphase habe man die Photovoltaikanlage innerhalb kurzer Zeit und ohne Einschränkungen für den Veranstaltungsbetrieb realisieren können. Die Anlieferung und Installation der Komponenten wurde vollständig über einen Kran organisiert, sodass keine betrieblichen Abläufe unterbrochen werden mussten und die Nutzung der Uber Eats Music Hall durchgehend gewährleistet blieb.
Ein technischer Schwerpunkt lag in der Integration der PV-Anlage in die vorhandene Dachstruktur, die bisher nur als Gründach genutzt wurde. „Während begrünte Dächer und Photovoltaik häufig als konkurrierende Nutzungen betrachtet werden, zeigt die gewählte Ausrichtung der Module exemplarisch, wie sich beide Systeme sinnvoll kombinieren lassen. Die Photovoltaikanlage dient dabei nicht nur der Energieerzeugung, sondern wirkt sich zugleich positiv auf das Mikroklima des Daches aus, das für gewöhnlich direkter Sonne ausgesetzt ist. Durch die von den Modulen erzeugte Teilverschattung wird die Verdunstung auf dem Dach reduziert, was die Vegetation unterstützt“, erläutern die Partner.
GASAG ist Gründungspartner von AEG am Standort in Berlin und übernimmt seit der Eröffnung die zentrale Rolle in der Energieversorgung der Veranstaltungsstätten. Das auf grüne Wärme-, Kälte- und Energieversorgung spezialisierte Unternehmen verantwortet die integrierte Versorgung mit Strom, Wärme und Kälte für die vielfältigen Nutzungen des Quartiers und entwickelt das Energiesystem gemeinsam mit AEG weiter. Im Mittelpunkt steht ein maßgeschneidertes Energiekonzept, das zunächst auf einem Blockheizkraftwerk zur gleichzeitigen Erzeugung von Wärme und Strom basiert und kontinuierlich um den Einsatz von Strom aus Erneuerbaren Energien, Gas sowie weiteren nachhaltigen Lösungen ergänzt wurde.







