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Theater des Westens zieht Bilanz zum 130. Geburtstag

Das Theater des Westens feiert 2026 sein 130-jähriges Bestehen. Seit der Eröffnung im Jahr 1896 hat das Haus Berliner Theatergeschichte mitgeschrieben und feiert sein Jubiläum nun unter dem Motto „Die Bretter, die Berlin bedeuten“. Der Fokus des Spielplans liegt im Geburtstagsjahr auf den Produktionen „Wir sind am Leben“ und „Salon Rosie“ von Ulf Leo Sommer und Peter Plate.

Seit dem Jahr 2021 haben mehr als 1,5 Millionen Menschen die Musicals im Theater des Westens besucht, wie das Haus mitteilt.

Mit „Salon Rosie“ bringen die Intendanten Peter Plate und Ulf Leo Sommer im Herbst ihr nächstes Musical auf die Bühne. Die Premiere der Vorgeschichte zu „Wir sind am Leben“ findet am 30. Oktober 2026 statt.

„Dieses Haus war nie einfach nur ein schönes Theater. Es hat 130 Jahre Berlin erlebt – Glanz und Brüche, Aufbruch, Freiheit und Veränderung“, sagen Peter Plate und Ulf Leo Sommer. Man wolle die Geschichte des Hauses nicht verwalten, sondern weitererzählen, mit Musik, Haltung und großen Gefühlen und vor allem gemeinsam mit den Menschen der Stadt, so die beiden weiter.

Zu den historischen Bühnenstars des Theater des Westens zählen unter anderem Marlene Dietrich, Josephine Baker, Zarah Leander, Hildegard Knef und Helen Schneider. Der langjährige Intendant und Regisseur Helmut Baumann prägte das Haus über Jahrzehnte. Mit Produktionen wie „My Fair Lady“, „Cabaret“, „Chicago“, „Les Misérables“ und „Tanz der Vampire“ ließ das Theater auch über die Stadtgrenzen von sich hören.

Die Spielstätte verstehe sich eigenen Angaben zufolge als Ort gelebter Vielfalt mit enger Verbindung zur queeren Community. Das bestätigten Benefizveranstaltungen wie #gemeinsambunt und die Aids-Gala, die regelmäßig im Haus stattfinden. Auch mit der Berliner Aids-Hilfe bestehe eine enge Verbindung: Nach Vorstellungen wird regelmäßig für deren Arbeit gesammelt.

Unter der Intendanz von Ulf Leo Sommer und Peter Plate hat sich das Venue am Kurfürstendamm jüngst zu einem Ort für neues deutschsprachiges Musical entwickelt, nicht zuletzt da die Produktionen des Duos Entertainment mit Berliner Geschichte und gesellschaftlichen Themen verbinden. So erzählen „Ku’damm 56“ und „Ku’damm 59“ von einer Metropole zwischen Aufbruch und Wandel, „Wir sind am Leben“ führt ins Berlin der 1990er-Jahre.

Hinzu kommen die Inszenierungen „Romeo & Julia – Liebe ist alles“, „Die Amme“ sowie das Familienformat „Weihnachten mit Bibi & Tina“. Die Produktionen wurden bislang mit 30 Musical-Awards ausgezeichnet.