Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 setzte Live Nation insgesamt rund 3,8 Milliarden Dollar um. Damit liegt der Weltmarktführer des Konzertgeschäfts zwölf Prozent über dem Wert des Vergleichszeitraums 2025, allerdings auf ähnlichem Niveau wie noch 2024. Das bereinigte operative Ergebnis lag konzernweit bei 371 Millionen Dollar – ein Plus von rund neun Prozent.
Das erste Quartal ist bei Live Nation meist das schwächste, die höchsten Umsätze erzielt das Unternehmen in den Sommermonaten des dritten Quartals.
CEO Michael Rapino spricht von einem „fulminanten Start“ in das Jahr 2026. „In einer zunehmend digitalen und von KI geprägten Welt ist das weltweite Verlangen nach authentischen zwischenmenschlichen Beziehungen größer denn je“, meint Rapino.
„Wir haben bereits über 85 Prozent unserer Veranstaltungen in großen Spielstätten für dieses Jahr ausgebucht, wobei die Anzahl der Events in Stadien, Arenen und Amphitheatern im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist“, so der CEO weiter. Zudem habe man Stand Ende April 2026 bereits über 107 Millionen Tickets verkauft – ein Plus von elf Prozent und Venue Nation sei „auf dem besten Weg, die Besuchendenzahlen in unseren eigenen und von uns betriebenen Veranstaltungsorten im zweistelligen Bereich zu steigern“.

2,77 Milliarden Dollar Umsatz generierte Live Nation in der Konzert-Sparte, hier steht mit nur 2,9 Millionen Dollar beim operativen Ergebnis allerdings auch nur recht wenig Ertrag zu Buche. Trotz einem Umsatzplus von rund zwölf Prozent halbiert sich in diesem Segment das Ergebnis im Vorjahresvergleich um etwa die Hälfte.
Deutlich profitabler zeigt sich da schon der Ticketingbereich mit dem Tochterunternehmen Ticketmaster. Hier weist der Konzern Umsätze von 765 Millionen Dollar im ersten Quartal aus – etwa zehn Prozent mehr als im Vorjahr. Das operative Ergebnis liegt mit 256 Millionen Dollar allerdings nur ein Prozent über der Kennzahl aus 2025, hier verweist Live Nation auf 30 Millionen Dollar Ausgaben „in Bezug auf rechtliche und operative Verbesserungen“.
„Wir haben bereits über 85 Prozent unserer Veranstaltungen in großen Spielstätten für dieses Jahr ausgebucht“ – Michael Rapino, Live Nation.
Die stärkste Performance legte im ersten Quartal das Segment Advertising und Sponsoring-Deals. Der Umsatz schnellte im Vergleich im dem ersten Quartal 2025 um 20 Prozent in die Höhe und lag bei 259 Millionen Dollar. Auch das bereinigte operative Ergebnis verbesserte man um 21 Prozent auf 165 Millionen Dollar. Die positive Entwicklung führt der Konzern auf die „Stärker internationaler Festivals in Südamerika“ und das eigene Spielstätten-Portfolio zurück.
In Europa weitet der US-Konzern seine Aktivitäten im Venue-Segment immer weiter aus, während man in den USA jüngst aufgrund des Kartellprozesses etwas zurückstecken musste, was die eigenen Spielstätten angeht.
Operativ muss der Konzern einen herben Verlust von 371 Millionen Dollar hinnehmen. Grund dafür ist der vor kurzem durch die Jury entschiedene Kartellprozess gegen Live Nation. Zwar einigte sich das Unternehmen mit dem amerikanischen Justizministerium, allerdings setzten einige US-Bundesstaaten das Verfahren fort. Kurz nach der Einigung kommunizierte man Rücklagen von 280 Millionen Dollar, in der jüngsten Quartalsbilanz ist nun allerdings von Rücklagen in Höhe von 450 Millionen Dollar die Rede.
Den kompletten Quartalsbericht stellt Live Nation online zur Verfügung. Die amerikanische Börse öffnet deutscher Zeit um 15:30 Uhr, die Vorbörse weist aktuell ein Plus von gut einem Prozent bei einem Wert von 159 Dollar pro Aktie aus.






