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Clubcommission fühlt der Berliner Clubkultur den Puls

Am 7. August 2026 veröffentlichte die Clubcommission neue Zahlen zur Lage der Berliner Clubkultur. Dabei ging es unter anderem um Verschiebungen bei Einnahmen aus Gastronomie und Eintritt sowie einen hohen Transformationsdruck. Mit dabei waren auch Wirtschaftsstaatssekretär Michael Biel und Klaus Goldhammer (Goldmedia).

“Die Nachfrage ist hoch, die Tanzflächen sind voll, und trotzdem stehen nicht wenige Betriebe wirtschaftlich unter Druck“, sagte Michael Biel als Staatssekretär für Wirtschaft, Senatsverwaltung Wirtschaft, Energie und Betriebe des Landes Berlin bei der Präsentation der Studie „Clubkultur Berlin 2026“. 

Die Clubcommission lud dafür am 7. August an Bord der Hoppetosse an der Spree. Dort lobte Biel die Berliner Clubkultur als „weltweit einzigartig“ und als „ein wertvolles Aushängeschild unserer Stadt“, aber auch als „Motor der Kreativwirtschaft“, „bedeutenden Wirtschafts-“ und „wichtigen Standortfaktor“. Biel unterstrich: „Wir wollen sicherstellen, dass Clubs langfristig ihren Platz in Berlin als selbstverständlicher Teil von Wirtschafts- und Stadtentwicklung haben.“

Die Studie „Clubkultur Berlin 2026“ entstand in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsunternehmen Goldmedia, das bereits 2019 Zahlen zur Berliner Clubkultur erhoben hatte. Befragt wurden mehr als 100 Akteur:innen der Berliner Clubkultur: 163 begannen die Teilnahme, 102 füllten den Fragebogen vollständig aus. Hinzu kam eine qualitative Befragung von zwölf Clubgänger:innen durch Martin Fuller (Tresor Academy).

Als zentralen Befund der aktuellen Studie streicht die Clubcommission heraus, dass die Nachfrage ungebrochen sei, sich das Geschäftsmodell vieler Clubs jedoch gedreht habe: „Während 2017 noch rund 60 Prozent der Einnahmen aus Gastronomie und Getränkeverkauf stammten, machte der Eintritt lediglich 21 Prozent aus“, heißt es zusammenfassend aus Berlin: „Heute ist dieses Verhältnis umgekehrt: Der Eintritt ist mit 59 Prozent nun die wichtigste Einnahmequelle.“ Das Publikum plane Clubabende bewusster, bleibe kürzer und konsumiere weniger Alkohol: „Damit ist ein wichtiges Standbein angeschlagen, das den Kulturbetrieb früher mitfinanziert hat. Was der Tresen nicht mehr einspielt, muss heute über den Eintritt und damit über die kulturelle Arbeit selbst reinkommen.“ 

Zugleich seien die Kosten gestiegen, nur noch 61 Prozent der Clubs würden mindestens kostendeckend arbeiten. „95 Prozent sehen ohne strukturelle Verbesserungen die langfristige Existenz vieler Clubs gefährdet“, heißt es aus Berlin. Die Berliner Clubkultur sterbe damit nicht, sie stehe aber „unter Transformationsdruck“.

Die Erhebung steht auf den Onlineseiten der Clubcommission zum Download bereit.