Der Versuch des ZDF, die legendäre „Hitparade“ nach fünf Jahren Sendepause wieder zu beleben, ist offenbar schon im Vorfeld gescheitert. Eigentlich sollte der überarbeitete Klassiker der Musikshows am 13. Oktober in neuem Glanz erstrahlen, doch die Verantwortlichen am Lerchenberg zogen kurz vor Start die Reißleine.
Einem Bericht des „Spiegel“ zu Folge war ZDF-Unterhaltungschef Manfred Teubner vom Staraufgebot für die erste Sendung nicht restlos überzeugt. „Wir würden unseren Klassiker gern wieder auferstehen lassen“, so Teubner, „aber nur, wenn wirklich die Besten der Besten bereit sind, sich dem Wettbewerb zu stellen“. Für die Comeback-Show waren unter anderem Joana Zimmer, Annett Louisan, Silbermond und die Massiven Töne eingeplant – für Teubner wohl nicht die erste Liga.
Hinter den Kulissen waren die Vorbereitungen zur neuen „Hitparade“ schon weit fortgeschritten: Die Produktionsfirma Granada hatte sich im Vorfeld der Kooperationswilligkeit aller großen Plattenfirmen versichert und wollte ab dem 13. Oktober monatlich eine Sendung für das ZDF produzieren.
Unklar ist derzeit, inwieweit Ex-BMG-Chef Thomas Stein in das Projekt involviert ist. Stein hatte im Mai Pläne präsentiert, wie aus der Schlagershow von einst ein moderner Sangeswettstreit werden könnte, über den zudem ein aussichtsreicher Kandidat für den Eurovision Song Contest ermittelt werden könnte.






