Der britische Downloaddienst Wippit will neben Musik schon bald auch Filme verkaufen. Derzeit liefen noch Verhandlungen mit zwei US-Filmstudios und einem Filmvertrieb, erklärte CEO Paul Myers der „Los Angeles Times“. Das Angebot soll im Spätsommer starten und Filme als Individualdownload oder im Abonnement bieten. Einzelne Titel sollen nur 99 Pence (1,45 Euro) kosten. Die Kosten für das Abo stehen noch nicht fest, Kunden sollen aber uneingeschränkt aus dem verfügbaren Katalog auswählen können.
Sollte sich Myers mit seinen Plänen bei den Rechteinhabern durchsetzen, sollen die gekauften Filme auch auf DVD gebrannt und auf tragbare Wiedergabegeräte übertragen werden können. US-Medien zweifeln am Kooperationswillen der Studios, doch Myers‘ Hoffnungen beruhen auf der Tatsache, dass die Filmproduzenten in den USA weniger flexibel mit ihren Nebenauswertungsrechten umgehen können, da sie bereits bindende Verträge mit Kabel-TV-Sendern wie HBO, Starz oder Showtime haben. Ein Downloadvertrieb in Großbritannien oder gar in ganz Europa sei dagegen rechtlich unbedenklich, so Myers.
Für seine Musikdownloads verlangt Wippit im Einzelverkauf 29 Pence (43 Cent), ein Monatsabo kostet 4,99 Pfund (7,32 Euro), ein Jahresabo 50 Pfund (73,30 Euro). Dabei erhalten Kunden unbegrenzten Zugriff zu einem ständig wechselnden Katalog von 60.000 Titeln, die sich aus dem Repertoire aller vier Majors und zahlreicher Indies zusammensetzen.





