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Weltweite Aktion gegen Internetpiraterie

Unter dem Projektnamen „Operation Fastlink“ haben Ermittlungsbehörden in einer weltweit konzertierten Aktion Durchsuchungen in der Onlinepiraterieszene durchgeführt.

Unter dem Projektnamen „Operation Fastlink“ haben Ermittlungsbehörden in einer weltweit konzertierten Aktion Durchsuchungen in der Onlinepiraterieszene durchgeführt. Wie US-Justizminister John Ashcroft erklärte, sind international rund 100 Verdächtige Ziel der Operation gewesen. Ihnen wird zur Last gelegt, über so genannte Warez-Gruppen an der illegalen Verbreitung geistigen Eigentums in Form von Musik, Filmen und Software im Wert über 50 Mio. Dollar beteiligt gewesen zu sein. Weltweit hätten mehr als 120 Durchsuchungen in zehn Nationen und 27 US-Bundesstaaten stattgefunden. Mehr als 200 Rechner und 30 Server seien beschlagnahmt worden, darunter ein Server, der allein 65.000 unautorisierte Kopien bereitgehalten habe. Zu Verhaftungen sei es allerdings nicht gekommen. Die vom FBI geleiteten Untersuchungen erstreckten sich laut Ashcroft auch auf Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Belgien, Dänemark, die Niederlande, Schweden, Ungarn, Singapur und Israel. „Der Umfang der internationalen Zusammenarbeit dient als deutliches Zeichen an alle Piraten, dass sie nicht mehr länger durch Staatsgrenzen geschützt sind“, betonte Ashcroft in einer Veröffentlichung der US-Justizbehörden. „Das war ein guter Tag für die Kreativen“, urteilte zudem John Malcom als Chef der Antipiraterieabteilung der Motion Picture Association of America gegenüber der Agentur AP.

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