Kino

Viva tief in den roten Zahlen

Viva-Vorstandschef Dieter Gorny korrigiert die Geschäftserwartungen für das laufende Jahr in einem Brief an die Viva-Aktionäre nach unten. Die Übernahme durch Viacom verursacht zunächst hohe Kosten.

Viva-Vorstandschef Dieter Gorny hat die Geschäftserwartungen für das laufende Jahr nach unten korrigiert. In den letzten drei Monaten habe man zwar dank Zuwächsen bei Brainpool den Umsatz von 21,3 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum um 17 Prozent auf 25,3 Mio. Euro steigern können. Vor Steuern und Zinsen seien dabei aber Verluste in Höhe von 3,81 Mio. Euro angefallen. Im Vorjahr waren es noch minus 2,75 Mio. Euro. Nach neun Monaten verbucht Viva bei Umsatzzuwächsen auf 75,6 Mio. Euro ein EBIT-Minus von fast vier Mio. Euro. Nach neun Monaten im Jahr 2003 lag das EBIT-Minus noch bei knapp 2,61 Mio. Euro.

Nachdem Viva zum Halbjahr in die Gewinnzone zurückkehrte, erklärt Gorny die roten Zahlen nun mit „nennenswerten Auswirkungen“ der Übernahme durch Viacom: „So fallen signifikante Kosten für Berater- und Anwaltstätigkeiten sowie zusätzliche organisatorische Kosten an, die in unmittelbarem Zusammenhang mit der Übernahme stehen.“ Allein im dritten Quartal sei damit eine Belastung in Höhe von 2,3 Mio. Euro verbunden. Zudem müsse man nun das Joint Venture Viva Plus voll konsolidieren. Dadurch werde das Ergebnis im dritten Quartal um weitere 1,5 Mio. Euro belastet.

Vor diesem Hintergrund seien frühere Prognosen für das Gesamtjahr nicht mehr zu halten: Während Gorny im internationalen TV-Geschäft weiterhin mit Gewinnen rechnet, werden die Belastungen „insbesondere im Bereich Musik-TV national für ein nennenswertes Jahresminus sorgen“.

Mehr zum Thema