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Viva soll Profit auf Deutsch machen

Viva soll nach dem Umzug von Köln nach Berlin mit Hilfe des Deutsch-Booms wieder in die Gewinnzone geführt werden. Geschäftsführerin Catherine Mühlemann will mit Viva „an die alte Kraft der Marke“ anknüpfen und den Umsatz bereits in diesem Jahr um 15 Prozent steigern.

Viva Fernsehen soll nach dem Umzug von Köln nach Berlin mithilfe des Deutsch-Booms wieder in die Gewinnzone geführt werden. Geschäftsführerin Catherine Mühlemann will mit Viva „an die alte Kraft der Marke“ anknüpfen, den Umsatz um 15 Prozent steigern und bereits in diesem Jahr wieder schwarze Zahlen schreiben. Viva sei eine „wertvolle Marke, die auf dem Deutschen Markt vielleicht noch größere Wachstumschancen als MTV hat“, erklärte Mühlemann im Interview mit dem Berliner „Tagesspiegel“. Allerdings habe der Sender unter dem alten Management so häufig seine Strategie geändert, dass zuletzt das Profil darunter litt.

„Das müssen wir ändern“, findet die MTV/Viva-Chefin und prognostiziert mit der geplanten Neuausrichtung einen Anstieg beim Marktanteil von derzeit 1,7 auf zwei Prozent. Dies soll mit Investitionen ins Programm gelingen. Neue Formate, die „den deutschen Geschmack mit vielen lokalen Gesichtern und Talenten“ treffen, werden das Profil wieder schärfen, so Mühlemann. Zudem räumte sie ein, dass neben den 120 offiziell kommunizierten Kündigungen bei Viva auch 90 befristete Arbeitsverträge auslaufen. Man werde jedoch im Dialog mit dem Betriebsrat einen „fairen“ Sozialplan ausarbeiten.

Mühlemann versicherte, dass 80 Viva-Mitarbeiter eine neue Stelle im fusionierten Unternehmen bekommen werden. Die Hälfte davon würde künftig in Berlin arbeiten. Die TV-Macherin wies darüber hinaus die Ansicht zurück, dass vier Musiksender in Deutschland zu viel seien. Da sich MTV/MTV2 und Viva/Viva Plus inzwischen keine Konkurrenz mehr machten, sei es möglich, die vier Kanäle stärker voneinander abzugrenzen. Vor allem MTV soll künftig „mutiger werden“.

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