Die Viva-Kleinaktionäre haben Vorstandschef Dieter Gorny bei der außerordentlichen Hauptversammlung der Viva Media AG am 14. Januar in Köln mit der Forderung nach einer höheren Barabfindung unter Druck gesetzt. Auf der Tagesordnung stand die Zustimmung zu dem bereits im November vom Viva-Aufsichtsrat abgenickten Beherrschungsvertrag zwischen Viva und der MTV-Mutter Viacom. Der US-Medienkonzern hält bereits rund 98 Prozent der Anteile an Viva. Allerdings sind manche der verbliebenen Anteilseigner offenbar nicht mit der Höhe der von Viacom im Zuge des Squeeze-Outs angebotenen Abfindung in Höhe von 12,65 Euro zufrieden: Die Forderungen reichten bis zum Betrag von 17 Euro, berichtet Reuters. Zudem hätten Kleinaktionäre vorsorglich Widerspruch gegen die Beschlüsse eingelegt und den Einsatz eines Sonderprüfers gefordert.
Gorny stellte für das abgelaufene Geschäftsjahr 2004 einen Verlust auf dem Niveau des Vorjahres bei Umsätzen in Höhe von mehr als 113 Mio. Euro in Aussicht. Zur Jahresmitte hatte der Vorstandsvorsitzende noch mit der Rückkehr in die Gewinnzone gerechnet, diese Prognose aber nach neun Monaten aufgrund von „nennenswerten Auswirkungen“ der Übernahme durch Viacom, inklusive der Kosten für Berater- und Anwaltstätigkeiten, wieder revidiert. Allein im 3. Quartal war damit eine Belastung in Höhe von 2,3 Mio. Euro verbunden.






