Die Universal Music Group will in Zukunft bei Video-On-Demand-Leistungen die verantwortlichen Onlineportale sowie Kabelnetz- und Satellitenunternehmen zur Kasse bitten. Dies geht aus bisher unbestätigten Medienberichten hervor. Universal-CEO Doug Morris habe demzufolge bereits mehrere Unternehmen wie America Online, Yahoos launch.com und mtv.com über die Pläne informiert, als erster Major alle Stream- und Download-Angebote von Musikvideos im Internet kostenpflichtig zu machen. MSN habe bereits ein entsprechendes Angebot von Universal unterzeichnet. Ausnahmen soll es u.a. für 30-Sekunden-Spots geben, die auf Radioseiten angeboten werden.
Universal verfolgt damit als erster Major aktiv das neue VoD-Bezahlmodell und will so eine neue Einnahmequelle erschließen. Videos, die von der Industrie seit Jahren den Musiksendern als Werbemittel kostenlos zur Verfügung gestellt wurden, sollen dadurch im Internet wieder zum Bezahlcontent werden. Bisher verfolgte die Branche bei Video-On-Demand-Inhalten unterschiedliche Strategien und bot Inhalte z.B. im Austausch gegen Werbefläche an.






