Viva-Chef Dieter Gorny favorisiert weder AOL Time Warner noch Viacom, den MTV-Mutterkonzern, als möglichen Übernahmekandidaten der Viva Media AG. Auch nach seiner Rückkehr aus New York wollte Gorny nicht verraten, mit wem er gesprochen habe, sagte jedoch der Nachrichtenagentur Reuters: „Wir brauchen einen starken internationalen Partner, ein anglo-amerikanischer kann uns nur gut tun.“ Die künftige Eigentümerstruktur des Kölner Medienkonzerns soll jedoch bald entschieden sein, auch wenn Gorny „keinerlei Präferenzen“ zwischen AOL Time Warner und Viacom äußert. Beide Konzerne sind nach Brancheninformationen daran interessiert, die zum Verkauf stehenden Viva-Anteile von EMI und Universal zu erwerben. „Derjenige, der am meisten bietet, wird es wohl werden,“, meint Gorny. Die Spekulationen über das Ende von Viva nach einer potenziellen Übernahme durch Viacom beurteilt er zwiespältig: „Jede Veränderung birgt potenziell sehr viel Positives aber auch Gefahren.“ Allerdings dürfte die politische Komponente nicht unterschätzt werden, die eine Monopolsituation auf dem deutschen Musikmarkt verhindern wolle. Und gegenüber musikwoche.de betonte eine Viva-Sprecherin, dass eine Viacom-Übernahme einem „kartellrechtlichen Hürdenlauf“ gleichkomme und wirtschaftspolitisch nur schwer umzusetzen sei.
Übernahmeschlacht um Viva Media noch nicht entschieden
Viva-Chef Dieter Gorny favorisiert weder AOL Time Warner noch Viacom, den MTV-Mutterkonzern, als möglichen Übernahmekandidaten der Viva Media AG.






