Kino

Sony macht Connect dicht

Der Downloadshop Sony Connect agierte seit seiner Eröffnung noch glückloser als die meisten Digitalplayer des japanischen Konzerns. Gegen iTunes und iPod war kein Kraut gewachsen. Nun zieht Sony offenbar die Notbremse.

Der Downloadshop Sony Connect agierte seit seiner Eröffnung noch glückloser als die meisten Digitalplayer des japanischen Konzerns. Gegen iTunes und iPod war kein Kraut gewachsen. Nun zieht Sony nach drei Jahren offenbar die Notbremse:

In den kommenden Wochen soll das Downloadportal, das Musik und Videos anbietet, mangels Nachfrage eingestellt werden, heißt es laut Medienberichten. Ein Teil der US-Mitarbeiter wird wohl entlassen werden – die Rede ist von 20 Kündigungen, andere Connect-Macher sollen zur Schwesterabteilung Sony Computer Entertainment verlegt werden, heißt es. Auch Abteilungsleiter Steve Banfield wird das Unternehmen verlassen. Einzig die Angebote für eBooks will man aufrechterhalten. Ob dies dann unter dem Markennamen Connect geschehen soll, ist ebenso unklar wie die Zukunft der Medienplayersoftware SonicStage. Wie es insgesamt mit dem digitalen Mediengeschäft bei Sony weitergehen soll, steht derzeit in den Sternen.

Beim Musikmajor Sony BMG, an dem Sony zur Hälfte beteiligt ist, hatte CEO Rolf Schmidt-Holtz Mitte Mai angekündigt, man arbeite an einer Downloadplattform, die für Konkurrenten offen sein soll. Wie sich dieser Onlinehändler von Sony Connect unterscheiden soll, ließ Schmidt-Holtz offen. Klar ist nur so viel: Der Service soll deutlich mehr Nutzer zum Kauf von Musik über Internet oder Handy bewegen. Ziel müsse es dabei sein, die fehlende Interoperabilität von Geräten und Web-Musikdiensten endlich zu gewährleisten, so Schmidt-Holtz.

Mehr zum Thema