Kino

Senioren wollen Karl Moik behalten

Der mögliche Abschied von Karl Moik als Moderator des „Musikantenstadl“ birgt das Potenzial für ein medienpolitisches Gewitter. Nicht die Grauen Panther, sondern die Senioren-Union innerhalb der CDU protestiert massiv gegen die mutmaßlichen Pläne von ARD und ORF, Moik ab 2006 durch Stefan Mross zu ersetzen.

Der mögliche Abschied von Karl Moik als Moderator des „Musikantenstadl“ birgt das Potenzial für ein medienpolitisches Gewitter. Nicht die Grauen Panther, sondern die Senioren-Union innerhalb der CDU protestiert massiv gegen die mutmaßlichen Pläne von ARD und ORF, Moik ab 2006 durch Stefan Mross zu ersetzen. Prof. Dr. Otto Wulff, Vorsitzender der Vereinigung für die Über-60-Jährigen in der konservativen Volkspartei, ist empört. Zuerst habe die ARD Max Schautzer rausgeworfen, nun drohe der Zwangsabschied von Moik: „Wenn Einschaltquoten von durchschnittlich mehr als sechs Mio. nicht mehr reichen, um als Moderator im besten Alter nicht mehr weiterbeschäftigt zu werden, dann stellt sich langsam die Frage, ob der Jugendwahn der Verantwortlichen nicht zum Fall für die Aufsichtsgremien werden muss“, so die Reaktion von Wulff auf einen entsprechenden Bericht der „Bild“-Zeitung.

Die Sendeanstalten der ARD seien schließlich „keine privatwirtschaftlichen Unternehmen, sondern gebührenfinanziert“ und hätten einen generationenübergreifenden Sendeauftrag. „Uns als Senioren-Union geht es nicht um Naturschutzparks für Ältere“, differenzierte Wulff seinen Protest. „Wenn aber Leistung, Einschaltquote und Sendeerfolg stimmen, dann gibt es überhaupt keinen Grund, einen Könner wie Karl Moik allein durch ein Gesicht ohne Falten zu ersetzen.“ Die Aufregung der Politik könnte allerdings völlig umsonst sein: Der Bayerische Rundfunk erklärte inzwischen, an der „Bild“-Geschichte sei „überhaupt nichts dran“. Man werde im Sommer über die Verlängerung von Moiks Vertrag, der noch bis Ende des Jahres gilt, verhandeln.

Mehr zum Thema