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Schwedens Polizei gelingt Schlag gegen Piraterie

Eine Razzia bei Bahnhof, Schwedens größtem Internet Service Provider, führte zur Beschlagnahme von Servern, auf denen raubkopierte Inhalte in der Größenordnung von 23 Terabyte oder dreieinhalb Jahren Unterhaltungsprogramm lagen.

Eine Razzia bei Bahnhof Internet, Schwedens größtem unabhängigen Internet Service Provider, führte zur Beschlagnahme von Servern, auf denen raubkopierte Inhalte in der Größenordnung von 23 Terabyte lagen. Mit der dort gespeicherten Musik und den Filmen hätte man dreieinhalb Jahre ununterbrochen Programm machen können, erklärten die Ermittler. Die Behörden konfiszierten vier Rechner, von denen einer als der bisher größte bekannte Piratenserver in Europa gilt. Darauf fand die Polizei 1800 Filmdateien, 5000 Software-Programme und rund 450.000 Musikdateien.

Die Durchsuchung bei Bahnhof kam völlig überraschend, bisher hatten sich die Ermittler in Schweden hauptsächlich auf kleinere Einsätze im Kampf gegen Piraterie konzentriert. Der Einsatz kam u. a. aufgrund der Mithilfe der Motion Picture Association of America (MPAA) zustande, die derzeit zusammen mit der Musikindustrie weltweit Behörden über ihre Verdachtsmomente und den Stand der Ermittlungen aufklärt. Laut John Malcolm, der bei der MPAA diese Aktivitäten koordiniert, habe man nun in Stockholm nicht nur Belege für eine schwedische Piratengruppe gefunden, sondern auch Beweise für eine in ganz Europa verzweigte Organisation.

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