Kino

Schweden verabschiedet Gesetz gegen Onlinepiraterie

Das schwedische Parlament hat am 25. Mai mit großer Mehrheit ein Gesetz verabschiedet, das Uploads, Downloads und den Tausch von urheberrechtlich geschütztem Material unter Strafe stellt. Außerdem soll die Leermittelabgabe deutlich angehoben werden.

Das schwedische Parlament hat am 25. Mai mit großer Mehrheit ein Gesetz verabschiedet, das Uploads, Downloads und den Tausch von urheberrechtlich geschütztem Material unter Strafe stellt. Es tritt am 1. Juli in Kraft. Nach Angaben von Henrik Pontën, Anwalt bei der schwedischen Antipiraterie-Organisation Antipiratbyrån, ist das skandinavische Land wie kein anderes in Europa von Onlinepiraterie betroffen.

Mindestens 500.000 der gut neun Mio. Schweden nutzten Filesharing-Anwendungen, um sich Musik, Filme und andere Unterhaltungsprodukte aus dem Netz zu fischen. Antipiratbyrån verzeichne jährlich rund 7000 Fälle von illegalen Uploads pro eine Mio. Einwohner. Der europäische Durchschnitt liege indes bei nur 2000 Fällen. Laut Lars Gustafsson, Chef der schwedischen Landesgruppe der IFPI, hat die Musikindustrie des Landes deshalb seit 2001 über 30 Prozent ihrer Umsätze verloren.

Im Zuge des Parlamentsbeschlusses soll außerdem die Leermittelabgabe deutlich angehoben werden, um Urheber besser zu vergüten. Der Preis für eine Leer-DVD mit einer Speicherkapazität von fünf Gigabyte soll demnach künftig 30 (3,26 Euro) statt bisher zehn Kronen (1,09 Euro) kosten.

Mehr zum Thema