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P2P-Schaltstelle SuprNova implodiert

Die konzertierte Aktion der US-Filmbranche gegen BitTorrent zeigt Wirkung: Zusammen mit örtlichen Antipiraterieorganisationen gelang es der MPAA nun offenbar, einen der populärsten BitTorrent-Server lahm zu legen.

Die konzertierte Aktion der US-Filmbranche gegen BitTorrent zeigt Wirkung: Zusammen mit örtlichen Antipiraterieorganisationen in Europa gelang es der Motion Picture Association of America (MPAA) nun offenbar, einen der populärsten BitTorrent-Server lahm zu legen. Die anonymen Betreiber von SuprNova.org haben in einer Nachricht, die sie in Webforen für BitTorrent-Nutzer platzierten, verkündet, dass sie künftig keine Links mehr zu Torrents listen werden: „Es tut uns sehr leid, aber es ging nicht mehr anders. Wir haben alles versucht.“ Ein gewisser Sloncek und „das restliche SuprNova-Team“ wüssten nicht, ob man die Site wieder ans Netz bringen werde.

Mit über einer Mio. Nutzern pro Tag sowie fast 47.000 erhältlichen Dateien und 2,3 Mio. Datentransfers galt SuprNova als größte Tracker-Site für Torrents. Diese Wegweiser-Websites sind nötig, um einen geordneten Datenfluss bei BitTorrent zu gewährleisten. Die beliebteste P2P-Anwendung funktioniert nach dem Puzzleprinzip: Große Dateien werden zum Transport übers Internet in einzelne Häppchen aufgeteilt, die auf den Rechnern der herunterladenden Nutzer wieder zusammengesetzt werden. Damit diese Dateihappen wissen, wo sie hinmüssen, fungieren Tracker-Server wie SuprNova.org als Wegweiser.

Doch die MPAA und ihre Verbündeten stellten auch noch andere Torrent-Verteiler kalt: Mit Youceff.com, Phoenix-Torrents.com, N4p.com und Torrentbits.org sind vier weitere P2P-Knotenpunkte vom Netz. Die MPAA hatte in der vergangenen Woche über 100 Klagen gegen solche Tracker-Server angestrebt. Die erfolgreichen Schließungen gelten jedoch unter Experten als Pyrrhus-Sieg, da immer wieder neue BitTorrent-Server auftauchen, die das Link-Angebot der geschlossenen Sites spiegeln.

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