Kino

P2P-Filesharing stagniert auf hohem Niveau

Der Datenverkehr über traditionelle P2P-Netzwerke nimmt seit rund einem Jahr kaum noch zu. Das ergeben die Analysen von BigChampagne. Erleichterung dürfte sich dennoch kaum in der Branche breit machen, denn auch über das auf Videos spezialisierte BitTorrent-Netz wird immer mehr Musik getauscht.

Der Datenverkehr über traditionelle P2P-Netzwerke wie Gnutella oder FastTrack nimmt seit rund einem Jahr kaum noch merklich zu. Das ergeben die Analysen der Marktforscher von Big Champagne. Erleichterung dürfte sich angesichts dieser Erkenntnisse dennoch kaum in der Branche breit machen.

Im Mai waren es immerhin 9,35 Millionen Nutzer, die weltweit durchschnittlich zu jedem beliebigen Zeitpunkt in den diversen Filesharing-Netzwerken aktiv waren. Dieser Wert liegt nur wenig höher als im Mai 2006. „Die Nutzungszahlen haben in den letzten zwölf Monaten nahezu stagniert“, erklärt BigChampagne-CEO Eric Garland und macht als mögliche Ursache eine gewisse Sättigung verantwortlich: „Das ist wie bei E-Mail. Über mehrere Jahre hinweg stieg die Zahl der E-Mail-Nutzer kontinuierlich. Und als dann langsam jeder, der mailen wollte, seinen Account hatte, flachte die Wachstumskurve ab.“

Bis zu einem gewissen Grad gilt auch die juristisch harte Haltung der Rechteinhaber gegenüber Filesharern als Grund für die Stagnation im P2P-Tausch. Doch Anlass zur Entspannung sind die aktuellen Datenverkehrsanalysen nicht. Denn auch über das vornehmlich auf Videos und TV-Shows spezialisierte BitTorrent-Netz wird immer mehr Musik getauscht – und zwar gleich albenweise.

„Wir haben einen dramatischen Zuwachs in der BitTorrent-Nutzung beobachtet“, so Garland. Im Mai 2006 gab es für jede Datei im Durchschnitt erst 817.588 Seeders, ein Jahr später waren es bereits 1.357.318 Nutzer, die an der Verteilung einer Datei beteiligt waren. Das ist ein Zuwachs um 66 Prozent. Prinzipiell bleibt das BitTorrent-Protokoll aber weiterhin erste Addresse für Filmdownloads.

Mehr zum Thema