Der hochverschuldete Mischkonzern Vivendi Universal (VU) könnte mit einem Schlag seine Probleme loswerden: Aus heiterem Himmel bietet der Öl-Milliardär Marvin Davis 15 Milliarden Dollar für die Unterhaltungssparte von VU. Zusammen mit einer Gruppe nicht genannter Investoren will er auch gleich noch fünf Milliarden Dollar an Schulden übernehmen. Das berichtet das „Wall Street Journal“ (WSJ). Laut dem Blatt hat VU-Chef Jean-René Fourtou offene Ohren für das Angebot, das einen Ausstieg aus der Mediensparte für VU bedeuten würde. Alternativ bietet das Davis-Konsortium auch an, nur eine Mehrheit von Vivendi Universal Entertainment (VUE) zu übernehmen, um VU so mit einen Fuß im Mediengeschäft zu belassen. Wenig Freude an einem solchen Deal soll VUE-Chef Barry Diller haben, heißt es. Er hat bereits Erfahrung mit Davis: Der Ölmogul engagierte ihn 1981 nach der Übernahme von 20th Century Fox als Leiter der Filmstudios. Zwischen den beiden kam es zu ernsten Unstimmigkeiten wegen Finanzfragen, die erst mit dem Weiterverkauf von Fox an Rupert Murdoch ein Ende hatten. Zudem gilt die Davis-Zeit nicht als die glorreichste des Studios. Insider spekulieren nun, ob womöglich der Bronfman-Clan an dem Angebot von Davis beteiligt sein könnte. Die Großaktionärsfamilie ist schon lange nicht mehr mit der Konzernführung in Paris zufrieden.
Ölmogul will Universal kaufen
Der hochverschuldete Mischkonzern Vivendi Universal (VU) könnte mit einem Schlag seine Probleme loswerden: Aus heiterem Himmel bietet der Öl-Milliardär Marvin Davis 20 Milliarden Dollar für die Unterhaltungssparte von VU.






