Der Oberste Gerichtshof der Vereinigten Staaten hat am 10. Dezember ein Gesuch der Musik- und der Filmbranche akzeptiert und wird sich in letzter Instanz des Rechtsstreits zwischen RIAA und MPAA gegen die P2P-Netzwerkbetreiber Grokster und StreamCast Networks (Morpheus) annehmen. Erst im August hatte ein Berufungsgericht in Kalifornien den Tauschbörsen attestiert, dass sie nicht für die Urheberrechtsverletzungen ihrer Nutzer verantwortlich gemacht werden können. Als Rechtsgrundlage galt bei diesen Freisprüchen immer das so genannte Sony-Betamax-Urteil aus dem Jahr 1984: Technologien, die auch eine legale Nutzung ermöglichen, sind demnach zulässig.
Voraussichtlich ab März 2005 wird sich das neunköpfige Richtergremium mit dem Fall befassen und frühestens Ende Juni ein Urteil fällen. RIAA-President Mitch Bainwol zeigte sich jedoch schon jetzt begeistert über die Entscheidung des Supreme Court. Diese erneute Revision ist für die klagenden Verbände die letzte Chance, ein Präzedenzurteil im Kampf gegen P2P-Netze zu erwirken.





