Auf einer Pressekonferenz in Frankfurt unterbreitete die MTV-Mutter Viacom ein freiwilliges öffentliches Übernahmeangebot zum Erwerb aller Viva-Aktien. Simon Guild, Deputy Chief Executive, Executive Vice President von MTV Networks Europe, erklärte: „Unser Angebot bietet allen Viva-Aktionären eine attraktive Prämie gegenüber den Prognosen der Analysten für den langfristigen Wert der Viva Media-Aktie.“
Neben den börsenrechtlichen Details ging es auf der Pressekonferenz auch um die Zukunft der vier Sender MTV, MTV2 Pop, Viva und Viva Plus, die laut Catherine Mühlemann, Managing Director MTV Central & Emerging Markets, nicht in ihrer heutigen Form bestehen bleiben werden. Zwar bleiben die Marken MTV und Viva erhalten und auch die beiden Sendezentren in Köln und Berlin würden nicht aufgegeben, dennoch soll ein von MTV- und Viva-Managern gemeinsam betriebenes Intergrationskomittee in den nächsten Monaten eine Neupositionierung der vier Kanäle ausarbeiten. Dabei sollen laut Mühlemann „zwei bis drei“ Musiksender herauskommen, für den oder die restlichen Kanäle sollen neue Inhalte gefunden werden. „Mit einer unverwechselbaren Positionierung können die MTV- und Viva-Programme ein größeres Spektrum unterschiedlicher Fernsehgenres abdecken. Dies schließt die Förderung und die Entwicklung deutscher Musik, deutscher Künstler sowie der deutschen Musikindustrie ein“, erläuterte Mühlemann.
Vivas Aufsichtsratvorsitzender Dieter Gorny, der nicht auf dem Podium saß, soll Viva dennoch erhalten bleiben: MTV geht davon aus, dass Mühlemann und Gorny die zusammengeführten Geschäftsaktivitäten verantworten werden. Beide sollen an Brent Hansen, CEO und President von MTV Networks Europe, berichten. Viacoms Co-President und Co-Chief Operating Officer Tom Freston resümierte: „Der Erwerb von Viva Media ist ein bedeutender strategischer Vorstoß, der unsere Position in Deutschland nachhaltig ausbaut.“ Deutschland sei als größter TV-Werbemarkt mit seinem umfassenden Programmangebot „ein Schlüsselfaktor für die Wachstumspläne von MTV Networks in Europa“.






