Die US-Filmindustrielobby MPAA will den Tauschnetzwerken BitTorrent, eDonkey und DirectConnect an den Kragen. Per Klagen soll Betreibern von Server-Schaltstellen in den weit verzweigten Netzen das Handwerk gelegt werden. Der Musikbranchenverband IFPI steht voll hinter der MPAA-Aktion: Sich P2P-Server vorzuknöpfen, die den illegalen Tausch von urheberrechtlich geschützten Inhalten im großen Stil erst möglich machen, sei ein weiterer Weg für die Entertainmentbranche, um sicherzustellen, dass Menschen, die ihren Lebensunterhalt mit Urheberrechten verdienen, geschützt werden, sagte der scheidende IFPI-Chef Jay Berman.
Die MPAA zielt mit ihren Klagen auf so genannte Tracker-Sites, die einen geordneten Datenfluss in Torrent-Systemen gewährleisten. Anders als bei vergleichsweise altmodischen P2P-Anwendungen wie KaZaA oder Grokster basieren Torrent-Netze auf einem Puzzleprinzip: Große Dateien wie Spielfilme werden zum schnellen Transport übers Internet in einzelne Häppchen aufgeteilt, die auf den Rechnern der herunterladenden Nutzer stückweise aber blitzschnell wieder zusammengesetzt werden. Damit diese Dateihappen wissen, wo sie hinmüssen, fungieren Tracker-Server als Wegweiser. Viele von diesen Tracker-Sites helfen fast ausschließlich beim Auffinden von nicht lizenzierten Inhaltsschnipseln und sind nun im Visier der MPAA.





