Kino

Meier-Beer gibt Verantwortung für Grand Prix ab

NDR-Unterhaltungschef Jürgen Meier-Beer übernimmt zum 1. Juli neue Aufgaben beim NDR und verabschiedet sich vom Eurovision Song Contest. Seinem Nachfolger im Unterhaltungsbereich, Dr. Jan Schulte-Kellinghaus, wünscht Meier-Beer ein stärkeres Engagement der Musikindustrie.

Jürgen Meier-Beer, bislang Leiter der Abteilung Musik, Show und fiktionale Unterhaltung des NDR-Fernsehens, übernimmt auf eigenen Wunsch neue Aufgaben: Vom 1. Juli 2005 an will er die Abteilung Internationale Projekte und Musik im Programmbereich Kultur / Fernsehen neu aufbauen und leiten. In dieser Rolle soll er die Zusammenarbeit des NDR mit ausländischen Sendern und Produzenten bei Dokumentarkoproduktionen ausbauen und auf diesem Feld internationale Partner für den NDR gewinnen.

Damit verabschiedet sich Meier-Beer nach zehn Jahren auch von der Organisation der deutschen Beteiligung am Eurovision Song Contest. Als Nachfolger Meier-Beers übernimmt Dr. Jan Schulte-Kellinghaus die Leitung der Unterhaltungsabteilung. Er übernimmt diese Aufgabe zusätzlich zu seiner bisherigen Funktion als Leiter der NDR-Talkredaktion.

„Jürgen Meier-Beer hat dem Grand Prix hier zu Lande ein neues Image gegeben und den Eurovision Song Contest zu einem Markenzeichen der Unterhaltung im Ersten weiterentwickelt“, gibt NDR-Programmdirektor Volker Herres Meier-Beer mit auf den Weg. „Wir respektieren seinen Wunsch nach neuen Herausforderungen. Ich freue mich, dass er mit seinen analytisch-strategischen Fähigkeiten weiterhin zu unserem Team zählt.“ Und Meier-Beer ergänzt: „Nach zehn Jahren möchte ich meine Verantwortung für den Eurovision Song Contest in andere Hände geben.“ Er freue mich, dass der Wettbewerb trotz schwieriger Bedingungen „wieder zum Publikumsmagneten“ geworden sei, „auch wenn ich mir zu meinem Abschied ein besseres Abschneiden des deutschen Beitrags erhofft hätte“. Allerdings mischt Meier-Beer auch Kritik in seine Abschiedsworte: „Der ARD wünsche ich, dass die Musikindustrie sich beim nächsten Mal stärker engagiert – nicht zuletzt im Interesse der Millionen Grand-Prix-Fans.“