Kino

LamaBox schließt den Fernseher an die P2P-Netze an

Aus den Niederlanden kommt eine Entwicklung, die der Entertainmentbranche zusätzliche Sorgenfalten auf die Stirn treiben wird. Die LamaBox ist eine Festplatte, die gleichzeitig ans Internet und ans TV-Gerät angeschlossen, per P2P-Suche Filme, TV-Serien und Musik ins Wohnzimmer zaubert.

Aus den Niederlanden kommt eine technologische Entwicklung, die nicht nur der Musikbranche zusätzliche Sorgenfalten auf die Stirn treiben wird. Die LamaBox der Firma IT’s Logic ist eine Festplatte, die gleichzeitig ans Internet und ans TV-Gerät angeschlossen, automatisch per P2P-Suche Filme, TV-Serien und natürlich auch Musik ins Wohnzimmer zaubert. Das Gerät, das in einer kleinen Basisversion zunächst mit 40 GB Speicher für 279 Euro auf den Markt kommt, durchsucht mit Hilfe einer Fernbedienung die P2P-Netze eDonkey, Overnet, BitTorrent, FastTrack und Gnutella nach digitalem Material.

Möglich macht das eine Software namens P2P-Spider, die die Suche nach den gewünschten Inhalten kinderleicht machen soll. In Kürze will das Unternehmen auch ein Gerät mit einer 400-GB-Festplatte und einem DVD-Brenner für 479 Euro anbieten. Dass man sich mit der LamaBox auf mitunter rechtlich sehr dünnes Eis wagt, ist IT’s Logic bewusst. Man könne die Nutzungsart der LamaBox keineswegs überprüfen, erklärt der Hersteller. Die Anbindung an die P2P-Netze eröffne den Nutzern durchaus den Zugang zu urheberrechtlich geschütztem Material. Nach einem Urteil des Obersten Gerichtshof sei es in den Niederlanden allerdings erlaubt, solche Inhalte herunterzuladen – selbst wenn sie aus illegalen Quellen stammen. Lediglich Uploads sind bei den Nachbarn strafbar.

Ein Auszug aus den AGBs der LamaBox: „In manchen Ländern mag die Rechtslage anders sein, weshalb wir zu eingehender Prüfung der selbigen raten. Sollte der Download von urheberrechtlich geschützten Inhalten in Ihrem Land nicht erlaubt sein, möchten wir dringlich von einer derartigen Nutzung der LamaBox abraten.“