Kino

Franzosen protestieren gegen Urheberrechtsreform

Verschiedene Bürgerrechtsgruppen machten ihre Ankündigung wahr und gingen in Paris auf die Straße, um gegen die französische Urheberrechtsreform, den vorgesehenen Zwang zur Interoperabilität und ein Verbot der digitalen Privatkopie zu protestieren.

Verschiedene Bürgerrechtsgruppen machten ihre Ankündigung wahr und gingen am vergangenen Wochenende in Paris auf die Straße, um gegen die französische Urheberrechtsreform zu protestieren.

Vor allem eine mögliche Abschwächung des bislang im Gesetz vorgesehenen Interoperabilitätszwangs für DRM-Systeme und ein Verbot der digitalen Privatkopie liegt im Interesse der Demonstranten. Über das Gesetz wird derzeit in Frankreichs Senta beraten, nachdem es im März von der Nationalversammlung verabschiedet wurde.

Die Aktivisten fürchten zudem, dass durch die Gesetzgebung die Entwicklung von Open-Source-Programmen zum Dateientausch illegal wird. Mehrere hundert Menschen versammelten sich deshalb am Sonntagnachmittag rund um den Place de la Bastille und forderten Regierung und Senat auf, eine konsumentenfreundliche Novelle zu beschließen.

Vor dem Ministerium für Kultur und Kommunikation legten die Demonstranten einen Kranz nieder mit der Aufschrift „In Gedenken an die Privatkopie und die freie Software in Frankreich“.

Mehr zum Thema