Der neue Kulturminister Frankreichs, Renaud Donnedieu de Vabres, kündigte im Rahmen des zum 28. Mal ausgetragenen Musikfestivals Le Printemps in der Stadt Bourges eine härtere Gangart gegen die Piraterie an. „Jeder Pirat stellt heutzutage die gesamte Kultur und die musikalische Kreativität in Frage“, sagte Donnedieu, der erst Ende März Jean-Jacques Aillagon als Minister für Kultur und Kommunikation abgelöst hatte. Die Unterstützung der Autoren und Komponisten, Kreativen und Techniker genieße deshalb hohe Priorität, ergänzte Donnedieu. Dazu will er sich bereits in den kommenden Tagen mit Vertretern der Musik- und Filmbranche treffen, um eine gemeinsame Strategie im Kampf gegen die Piraterie abzustimmen. Er wolle prüfen, welche Möglichkeiten es zur Lösung der Probleme gebe, die derzeit zu Entlassungen in den Kreativindustrien führen, betonte der Minister. Donnedieu führt mit diesem Vorstoß die von seinem Vorgänger vorgegebene Linie fort, auch wenn Frankreich bislang trotz gegenteiliger Ankündigungen im Rahmen der Midem nicht zu den Nationen zählt, die sich im großen Maßstab an den Klagewellen der Musikbranche beteiligen. Laut aktueller Angaben des französischen Branchenverbands SNEP brach das Musikgeschäft im ersten Quartal 2004 um rund 20 Prozent ein. Schon das Vorjahr hatte Frankreich mit einem Minus von rund 15 abgeschlossen.
Frankreich kriselt und will klagen
Der Kulturminister Frankreichs, Renaud Donnedieu de Vabres, kündigte im Rahmen eines Musikfestivals eine härtere Gangart gegen die Piraterie an. Hintergrund sind erneute Einbrüche im Musikgeschäft um 20 Prozent im ersten Quartal.





