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EU erwartet Vervierfachung der Onlineumsätze

Mit dem Onlineverkauf von kreativen Inhalten sollen laut einer EU-Studie bis Ende 2010 rund 8,3 Milliarden Euro umgesetzt werden. Die Hochrechnung sagt dabei für das europäische Musikgeschäft Digitalumsätze von bis zu 1,1 Milliarden Euro voraus.

Mit dem Onlineverkauf von kreativen Inhalten sollen laut einer EU-Studie bis Ende 2010 rund 8,3 Milliarden Euro umgesetzt werden. Das entspreche einem Wachstum von 400 Prozent im Zeitraum zwischen 2005 und 2010. Die Hochrechnung, die Screen Digest im Auftrag der EU-Kommission erstellt hat, sagt dabei für das europäische Musikgeschäft Digitalumsätze von bis zu 1,1 Milliarden Euro voraus. Das wäre ein Plus von 286 Prozent im Vergleich zum vergangenen Jahr, in dem mit dem Onlineverkauf von Musikprodukten 285 Millionen Euro eingenommen wurden. Diesen Zuwächsen im Digitalgeschäft stünden in den kommenden Jahren aber weiterhin schrumpfende Zahlen im Tonträgerverkauf gegenüber.

Während einige Plattenfirmen davon ausgehen, bis 2010 ein Viertel ihrer Einnahmen aus dem Onlinegeschäft bestreiten zu können, ist die EU-Studie konservativer: Sie geht von 20 Prozent Umsatzanteil aus. Auf ein Drittel Anteil werde hingegen die Games-Branche kommen, hieß es. Für die rasche Entwicklung des Onlinemarkts gibt es aber nach Ansicht der EU noch zahlreiche Stolpersteine. Insgesamt 36 Hürden macht die Studie aus, wobei vor allem die starken innereuropäischen Unterschiede in der Verbreitung von Breitbandanschlüssen, die schleppende Marktpenetration im 3G-Bereich, Piraterie und die Kosten zur Digitalisierung von Inhalten ein Hemmschuh sein können.

Die viel zitierte digitale Konvergenz werde nun „eine wirtschaftliche Realität, die für Kunden, Anbieter und Technologiefirmen großartige Möglichkeiten bietet“, erklärte die für Informationsgesellschaft und Medien zuständige EU-Kommissarin Viviane Reding. Die Studie mit dem Titel „Interactive Content and Convergence: Implications for the Information Society“ weist aber auch darauf hin, dass es noch offene Fragen wie zum Beispiel zu Urheberrechten und Interoperabilität zu klären gilt. Mehr zum Thema