Die chinesische Regierung wirft dem Westen indirekt ungerechte Anschuldigungen vor. Der stellvertretende Wirtschaftsminister Zhang Zhigang sagte, sein Land unternehme große Anstrengungen für den Schutz von intellektuellem Eigentum. Allein in den letzten acht Monaten habe man rund 2600 Menschen wegen Produktpiraterie verhaftet und 63 Mio. gefälschte CDs vernichtet. Der Vorwurf, China tue nichts gegen das grassierende Fälschertum sei angesichts der jüngsten Erfolge im Kampf gegen die Piraterie nicht gerechtfertigt. Die sichergestellten CD-Raubkopien und und andere gefälschte Produkte hätten einen Marktwert von 860 Mio. Yuan (rund 86 Mio. Euro) gehabt, so Zhang. Außerdem habe man 41 örtliche Beamte festgenommen, denen man die Mithilfe zur Piraterie nachweisen konnte.
Seitdem die Zentralregierung in Peking vor acht Monaten mit der verschärften Verfolgung von Raubkopierern und Fälschern begonnen hat, seien zudem 24 illegale CD-Fabriken stillgelegt worden. Dennoch gilt das Reich der Mitte weiterhin als die größte Hochburg der internationalen Produktpiraterie. Schätzungen zum weltweiten wirtschaftlichen Schaden belaufen sich auf 13 bis 41 Mrd. Euro jährlich. Die internationalen Dachverbände der Entertainmentindustrie üben deshalb seit Jahren Druck auf die Regierungen der EU und der USA aus, um Sanktionen gegen China zu erwirken.





