Es scheint, als wolle Edgar Bronfman jr. seine Kritiker Lügen strafen: Nachdem er im Mai ankündigte Vivendi Universal Entertainment (VUE) und Universal Music kaufen zu wollen, hatten Experten an der Wall Street große Zweifel, ob Bronfman überhaupt eine Finanzierung auf die Beine stellen kann. Nun sieht es so aus, als könnte noch bis Ende des Monats ein konkretes Angebot auf dem Tisch liegen. Nach US-Medienberichten hat Bronfman inzwischen rund 13 Mrd. Dollar zusammen gesammelt. Aktuell konnte er sich zuletzt bei den privaten Beteiligungsgesellschaften Thomas H. Lee Partners und bei der Blackstone Group zwischen drei und vier Mrd. Dollar sichern. Bereits vor einem Monat hatte ein Investorenkonsortium Bronfman neun Mrd. Dollar an Schuldverschreibungen zugesagt. Zu dieser Gruppe gehören der Kabelbetreiber Cablevisions Systems, Wachovia Securities und Merrill Lynch. Cablevisions soll bei einer erfolgreichen Übernahme einen Anteil zwischen 25 und 33 Prozent bekommen und sein Kabelnetz in das Firmengeflecht einbringen. Außerdem hat angeblich auch Edgar Bronfman senior eine unbekannte Summe dem Paket beigelegt. Die Bronfman-Familie, die ihr Entertainmentgeschäft im Jahr 2000 für 34 Mrd. Dollar an Vivendi verkauft hatte, will sich so nun ihre einstigen Assets zurückholen. Nach Abzug aller Schulden werden VUE und Universal Music mit etwa 16 Mrd. Dollar bewertet.
Bronfman bringt die Investoren in Stellung
Edgar Bronfman jr. will angeblich noch im Juni ein Angebot zur Übernahme von Vivendi Universal Entertainment und Universal Music vorlegen. Die Finanzierung dafür scheint gesichert.






