Kurz vor Ablauf der selbst gesetzten Frist zur Einführung von Musikdownloads ohne DRM-Schranken – Anfang April hieß es bereits, noch im Mai sollte es so weit sein – präsentierte Apple am 30. Mai ein iTunes Plus genanntes Update seiner iTunes-Software. Neue Majorpartner für das Programm konnte Apple indes noch nicht vorstellen. Damit bleibt es zunächst bei der Anfang April von Apple-Chef Steve Jobs und EMI-Boss Eric Nicoli verkündeten Partnerschaft. In diesem Zusammenhang steht der EMI-Katalog den iTunes-Kunden jetzt zusätzlich zur bekannten Version mit FairPlay-DRM zum Einheitspreis von 0,99 Euro auch in Form von DRM-freien AAC-Dateien mit einer Kodierung von 256 kbps und zum Preis von 1,29 Euro pro Track zur Verfügung. Auch Musikvideos von EMI seien ab sofort zum selben Preis in iTunes Plus-Versionen erhältlich.
In der Praxis laden sich iTunes-Kunden die neue Software herunter und aktivieren in den Store-Einstellungen die Variante iTunes Plus. Danach bekommen sie bei Besuchen im Shop bei allen verfügbaren Titeln ein entsprechendes Symbol und den höheren Preis angezeigt – der Kunde fällt seine Entscheidung für oder gegen das DRM-freie Angebot also nur einmal. Diese Einstellung lässt sich allerdings auch wieder rückgängig machen.
Jobs betonte erneut, bis Ende des Jahres den Anteil an Tracks ohne digitales Rechtemanagement im iTunes-Angebot auf mehr als 50 Prozent steigern zu wollen. Nicoli ließ sich erneut mit der Einschätzung zitieren, hierbei handele es sich um einen „bedeutenden Meilenstein in der digitalen Musikgeschichte“.
Parallel gab Apple den Start von iTunes U bekannt. Dabei soll es sich um einen eigenen Bereich innerhalb des iTunes-Store handeln, über den kostenlose Inhalte aus dem Bildungsbereich angeboten werden, darunter Vorlesungen, Sprachkurse, Labordemonstrationen oder auch Führungen über das Hochschulgelände von US-Colleges und -Universitäten.






