Seit Einführung des iTunes Store hat sich Apple deutlich gegen ein Subskriptionsangebot ausgesprochen. Nun taucht in den USA wieder das Gerücht auf, dass die Downloadmarktführer ihre Meinung schon bald ändern werden.
Die Website des Nachrichtensenders CNN meldet, dass ein Abonnementmodell für den Downloadshop womöglich schon im nächsten halben Jahr einsatzbereit sein soll. Dabei beruft sich der Newskanal auf Äußerungen von Les Ottolenghi, CEO der Firma Intent MediaWorks, die sich bislang als Dienstleister für die Einbindung von werbefinanzierten legalen Inhalten in P2P-Netzen einen Namen gemacht hat.
Ottolenghi ist der Ansicht, dass Apple innerhalb von sechs Monaten „ernsthaft eine Aboangebot plant – auch wenn das Unternehmen derzeit etwas anderes behauptet“. Zu dieser Erkenntnis sei er nach mehreren Gesprächen mit Vertretern der iTunes-Macher gekommen. Unklar ist allerdings, ob es sich bei derartigen Plänen um ein Musikabo handeln würde.
Apple-Chef Steve Jobs hat in der Vergangenheit mehrfach klargemacht, dass Kunden seiner Ansicht nach Musik lieber kaufen als mieten. Obendrein ist für die Umsetzung eines Subskriptionsdienstes zwingend DRM nötig, das Apple für Musikdownloads ja möglichst schnell abschaffen will. Und ob iPod und das Apple-DRM FairPlay überhaupt für ein Abomodell ausgelegt sind, ist fraglich.
Sollte Apple also tatsächlich an einem Abo arbeiten, dürfte es wohl eher für Filmdownloads sein. Zusammen mit der Settopbox Apple TV könnte man iTunes-Kunden mit einem derartigen Konzept vom Filmverleih à la Netflix abwerben.
Ein Abo-ähnliches Modell bietet iTunes seit einiger Zeit im TV-Bereich an: den so genannten Season Pass. Besitzer des Season Pass erhalten automatisch die jeweils neueste Folge ihrer Wunsch-Serie auf ihrem iTunes-Account.





