Kino

AOL und Universal einigen sich auf Videodeal

Universal Music hat sich nun auch bei AOL mit seinem Vorstoß durchgesetzt, künftig Videoclips nur noch gegen Bezahlung für Streaming-Dienste freizugeben. Universal-CEO Doug Morris spricht von einem „Meilenstein“. Ein vergleichbares Abkommen schloss AOL mit Warner.

Universal Music hat sich nun auch bei AOL mit seinem Vorstoß durchgesetzt, künftig Videoclips nur noch gegen Bezahlung für Streaming-Dienste und Downloadangebote freizugeben. Beide Seiten seien kurz davor, einen entsprechenden Vertrag mit einer Laufzeit von zunächst zwei Jahren zu unterzeichnen, heißt es in verschiedenen amerikanischen Medien. Ein vergleichbares Abkommen zwischen AOL und der Warner Music Group soll ebenfalls unterschriftsreif sein. Auch die Verhandlungen zwischen Universal und dem Launch-Portal von Yahoo seien weit gediehen.

Universal-CEO Doug Morris hatte seine Medienpartner bei Onlineportalen sowie Kabelnetz- und Satellitenunternehmen bereits im Februar über seine Pläne informiert, Videoclips künftig nur noch kostenpflichtig zur Verfügung zu stellen. „Dieses Abkommen ist ein Meilenstein“, sagte Morris nun der „New York Times“. Angesichts des rasanten Wachstums all der neuen Angebote sei es dringend nötig gewesen, ein Bezahlmodell auf die Beine gestellt zu bekommen, bevor alle Medienpartner ihre Geschäftsmodelle auf der Umsonstlieferung aufgebaut hätten. Universal soll von AOL künftig entweder eine Gebühr pro Video erhalten oder einen Anteil an den im Videoumfeld generierten Werbeumsätzen. Selbst bei kolportierten Beträgen von nur knapp einem Cent pro Stream dürfte sich der Vorstoß für Universal bei mehr als einer Mrd. pro Jahr über AOL ausgestrahlten Videoclips lohnen. Mehr zum Thema