Kino

800 Besucher kamen zur zweiten Filmmusiknacht

Mit 800 Menschen war die zweite Nacht der Filmmusik in der Münchner Hochschule für Musik am 28. Oktober ausverkauft. Auf dem Programm standen Werke unter anderem von Christian Bruhn und Konstantin Wecker.

Mit 800 Menschen war die zweite Nacht der Filmmusik in der Münchner Hochschule für Musik am 28. Oktober ausverkauft. Der viereinhalbstündige Abend, den der Deutsche Komponistenverband und der Composer’s Club in Zusammenarbeit mit der Hochschule veranstaltet hatten, bot an vier verschiedenen Schauplätzen im Gebäude der Hochschule Live-Musik und Gespräche mit bekannten Filmmusikkomponisten.

Bei den Gesprächen, an denen unter anderem Christian Bruhn, Klaus Doldinger und Ralf Weigand teilnahmen, verdeutlichten Gert Wilden sen. und Gert Wilden jun. die Unterschiede zwischen der Produktion von Soundtrack-Musik damals und heute. „Früher haben sich nur der Regisseur und der Produzent eingemischt. Heute habe ich den Eindruck, dass sich auch die Freundin des dritten Beleuchters an den Entscheidungen beteiligt“, scherzte Wilden sen., der unter anderem die Musik für zahlreiche Filme aus der Reihe „Schulmädchen-Report“ geschrieben hat.

Von beiden Wilden – Vater und Sohn – wurde auch Musik live aufgeführt. Dafür hatten die Veranstalter die Münchner Symphoniker unter der Leitung von Heiko Mathias Förster und die Band Munich Sound Traxx gewonnen. Auf dem Programm standen zudem Stücke von Hans Peter Ströer, Harold Faltermeyer, Christian Bruhn, Jörg Evers, Niki Reiser und Konstantin Wecker, der bei einer Suite aus den Themen von „Kir Royal“ und „Schtonk“ persönlich eine Phrase pfiff. Auch Klaus Doldinger, dessen „Tatort“-Thema den Abend eröffnet hatte, griff zum Saxophon; für das „Amerika-Lied“ aus dem Film „Der plötzliche Reichtum der armen Leute von Kombach“ setzte er sich zudem hinter das Keyboard und übernahm den Gesang.

Weitere bekannte Werke der Filmmusik führten die Filmfoniker unter der Leitung von Hildegard Schön auf. Hier erklang unter anderem das berühmte „Winnetou-Thema“ von Martin Böttcher. Den mit 10.000 Euro dotierten Franz Grothe Preis erhielten die beiden Komponisten Christoph Zirngibl und Stefan Maria Schneider.

Mehr zum Thema