Artists

Sänger & Rapper Rowli verstorben

Der unter dem Namen Rowli aktive Musiker Liron Dorow ist tot. Er verstarb am 11. April unerwartet im Alter von nur 23 Jahren.

“Die Familie und Freunde sind in tiefer Trauer und bitten darum, in dieser schweren Zeit die Privatsphäre zu respektieren und von Kontaktaufnahme abzusehen“, heißt es in einem Beitrag auf dem Instagram-Account kennstdurowli. „Wir danken allen Menschen, die Lirons künstlerischen Weg in den vergangenen Jahren begleitet und unterstützt haben.“ Eine Todesursache ist bislang nicht bekannt.

„Je älter man wird, desto mehr checkt man, dass das Erwachsenwerden eine Falle ist“, wird Rowli in den Infotexten zu einer anstehenden Tournee zitiert, die ihn nach einzelnen Festivalauftritten im Sommer ab Anfang November 2026 unter dem Motto „Eigentlich schön“ auf mehreren Stationen durch Deutschland, Österreich und die Schweiz hätte führen sollen. „Als Kind kann man es kaum erwarten endlich erwachsen zu sein, weil das Leben dann richtig geil wird. Aber wenn man dann wirklich erwachsen ist, checkt man, dass doch nicht immer alles so easy ist. Ich glaube, jeder wünscht sich deshalb manchmal, doch wieder jünger zu sein – wenigstens für eine gewisse Zeit.“ Rowli schaffe es „wie keiner sonst in seiner Generation“, die Stimmung „zwischen bittersüßer Melancholie und Turn-Up-Vibes in Songs zu verpacken“, heißt es dort. Den Stil des Sängers und Rappers aus Düren bei Köln ordnet dessen Profil bei Spotify passend dazu mit „irgendwas zwischen Indie-Pop & in die Fresse, aber eigentlich ganz cool“ ein.

Größere Aufmerksamkeit erreichte Rowli, der bereits mit 14 Jahren erste Erfahrungen mit Battle Rap machte, zunächst zusammen mit Hank im Herbst 2022 mit einer Cover-Version von „Nur ein Wort“ von Wir sind Helden, die inzwischen bei Spotify auf mehr als 34,8 Millionen Abrufe kommt. 2023 zog er nach Berlin, spielte 2025 einen Festivalsommer mit zehn Stops unter anderem beim Deichbrand oder beim Frequency. Zuletzt erschien im März 2026 seine „Eigentlich schön“-EP über Labelpartner Sick & Tired und in Zusammenarbeit mit dem Universal-Music-Team von Vertigo Berlin.