Das Konzert der Preisträger:innen des Opus Klassik fand am 10. Oktober 2026 erstmals im Fotografiska-Museum statt. In den Räumlichkeiten an der Oranienburger Straße war zuletzt unter anderem eine Ausstellung mit Werken von Anton Corbijn zu sehen, dessen Fotografien in der Popkultur ein ganz eigenes Standing haben – nun konnte die Klassik-Szene rund um die gemeinnützige Gesellschaft zur Förderung der Klassischen Musik beweisen, dass auch sie das ehemalige Tacheles-Kulturzentrum mit aktuellen Impulsen beleben kann.
Und so schlug das Konzert zur Eröffnung des Opus-Klassik-Wochenendes über fast drei Stunden hinweg am Samstagabend einen stimmungsvollen Bogen von kammermusikalischen Momenten, Gesang und Kunstlied bis hin zu Jazz und temperamentvollem Crossover – und das in einem voll besetzten Raum mit Platz für gut 300 Menschen und inklusive einer Pause über fast drei wahrlich kurzweilige Stunden hinweg.
Moderatorin Anna Novak führte in diesem „tollen Gebäude“ mit „großer Geschichte“ bereits durch ihren fünften Opus Klassik und begrüßte zunächst den in der Nachwuchskategorie ausgezeichneten Cellisten Simon Tetzlaff auf der Bühne, der eine Sonatine von Zoltan Kodaly aus seinem bei hänssler veröffentlichtem Debütalbum vorstellte. Neben der Auszeichnung für den noch jungen Cellisten stand übrigens auch dessen Vater, der Violinist Christian Tetzlaff, in den Instrumental-Kategorien mit auf der Liste der Sieger:innen beim diesjährigen Opus Klassik.

Es folgten Auftritte der Sopranistin Katharina Konradi, des Trios um den chinesischen Sheng-Spieler Wu Wei und den Pianisten Kirill Richter, der den Opus Klassik School erhielt. Der im Nachwuchsbereich geehrte Bassbariton Marcel Brunner nutzte das Lied „Der Graben“ von Hanns Eisler für eine Botschaft gegen Krieg und Leid in der Welt, während das vision string quartett mit Unterstützung des schwedischen Pianisten Joel Lyssarides den bis dahin wohl lautesten Applaus des Abends erntete.
Noch einmal lauter wurde es indes beim abschließenden Auftritt der Hornistin Sarah Willis, die mit ihrem kubanischen Ensemble The Sarahbanda eine Auszeichnung in der Sparte „Klassik ohne Grenzen“ erhielt und eindrucksvoll Werbung für die im Dezember anstehenden Auftritte mit dem „Cuban Christmas“-Programm machte.
Zwischen den verschiedenen Programmpunkten überreichte Moderatorin Anna Novak mehrere Trophäen an Preisträger:innen wie Florian Aschenbrenner, der von der Gesellschaft zur Förderung der Klassischen Musik in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Musikrat für die Arbeit an einer Realschule in der Oberpfalz den erstmals ausgelobten Award für den „Musiklehrer des Jahres“ erhielt und sich für dieses „unglaubliche Zeichen der Wertschätzung“ bedankte, oder an ein Team um die Duisburger Philharmoniker, das für ein transkulturelles Liveprojekt unter dem Namen Marxloh Music Circus ausgezeichnet wurde.







