Salsa, Reggae und Rap gut durchgeschüttelt: mit dem druckvollen „Malo Cantidad“ eröffnet Carlos Manuel sein gleichnamiges Debütalbum (Best.-Nr.: 384.2064.2), das am 12. März veröffentlicht wurde. Das Video des Titelsongs und ein Künstler-Feature in der Viva-Sendung „Ritmo“ sorgte bei Latin-Fans bereits für positive Resonanz. Der kubanische Sänger verbindet den bei der Jugend in Havanna beliebten Timba-Rhythmus mit einer modernen Produktionsweise, die sich an US-amerikanischen Standards orientiert.
Damit erweitert das Label Palm Pictures, das 1998 von Bob Marley-Entdecker Chris Blackwell gegründet wurde und bereits letztes Jahr das anglo-kolumbianische Fusion-Projekt Sidestepper unter Vertrag nahm, sein Repertoire auf Hardcore Latino-Musik.
„Blackwell ist mit seinen 64 Jahren immer noch ein Visionär. Sein neues Label verbindet Weltoffenheit mit Progressivität und Qualität. Der neue Vertriebsvertrag sieht vor, dass Zomba in Zukunft eine Lizenzoption auf alle Palm Pictures-Veröffentlichungen hat“, erklärt Label Manager Dirk Bremshey. „Zwei Alben haben wir bereits im letzten Jahr lizensiert: Elwood mit ‚The Parlance Of Our Time‘ und Jacknife Lee“s,Punkrock High Roller“. Die musikalische Bandbreite von Palm Pictures reicht von Hardcore über Blues-Rock und Hip Hop bis hin zu Worldmusic.“
Am 2. April erscheint bei Zomba die Compilation „Salsa Dance Class – The Real Deal“ (511. 2037.2). Sie präsentiert neben einer Latin-Fassung von Bob Marleys „No Woman No Cry“ so exquisite Salsa-Künstler wie Papaíto und den senegalesischen Sänger Laba Sosseh aus dem Backkatalog von Roberto Torres“ SAR-Label.
Ebenfalls Anfang April erscheint das neue Album von Baaba Maal, dem Blackwell das Talent und Charisma eines Bob Marley zuschreibt. Nach zwei dezidiert modernen Produktionen gräbt der westafrikanische Avantgarde-Musiker auf „Missing You (Mi Yeewnii)“ (384.2067.2) seine Afro-Roots aus. John Leckie (Radiohead, The Stone Roses) veredelte die mit einem mobilen Studio aufgenommenen Akustik-Songs in den Real World- und Abbey Road-Studios, ohne deren folkloristischen Grundcharakter zu unterminieren. Unterstützt wird die VÖ von einer Tournee im April.




